Erstmal mit Anleitung

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Familie Goetsch verstecken den Behälter für die Nachfolger wieder am Baumstamm.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Fünf Familien wollten es einmal ausprobieren, wie es ist, im Wald mit GPS-Gerät nach einem Schatz zu suchen. Weil es sich unter Anleitung besser lernen lässt, buchten sie am Sonntagnachmittag den Kurs Geocaching bei der Waldschule. Mitzubringen war außer Regenkleidung nur noch gute Laune. Die Geräte und das Klemmbrett zum Aufzeichnen der Koordinaten stellte die Waldschule.

Der blaue Umschlag ist nur für den Notfall und auch nur dann zu öffnen“, erklärte Kursleiterin Claudia Wiedling gleich zu Beginn. Nach einer ausführlichen Einweisung ging es dann los. Die erste von zehn Stationen war leicht zu finden. Beliebt ist für den Start die Baumorgel direkt an der Waldschule. Auch die Koordinaten für die zweite Station waren von allen fünf Gruppen bald errechnet. Nun ging es nur noch darum, die Gruppen nicht gleichzeitig starten zu lassen.

Die Baumorgel an der Waldschule diente beim Geocaching zum Ausrechnen der ersten Koordinaten.

Ein Spiel hatte sich Wiedling hierfür ausgedacht und die Sieger, Familie Goetsch aus Münster, durfte als erstes losmarschieren. Die gesuchten Koordinaten hatten Dominik (9), Patrick (7), Mutter Heike und Vater Alex schnell gefunden. Etwas ratlos drehten sie sich dann im Kreis und es dauerte ein paar Minuten, bis der Behälter mit den Angaben für die nächsten Koordinaten gefunden war. „Es ist wie beim echten Geocaching“, hatte Kursleiterin Wiedling vorher erklärt. „Die Behälter liegen nie offen in der Landschaft, sie müssen immer gesucht werden“. Klar war für Familie Goetsch auch, dass das kleine Plexiglasröhrchen für die Nachfolger genauso versteckt wird, wie sie es im Versteck vorgefunden hatten.

 Den Schatz hat jeder gefunden

Unsere Freunde haben das schon mal gemacht und die fanden es toll“, berichtete Patrick auf die Frage, warum sich die Familie angemeldet habe. „Eventuell kaufen wir uns auch ein GPS-Gerät“, sagte die Mutter. „Es kommt ganz darauf an, wie viel Spaß es unseren Kindern macht“. Im Wald sei die Münsterer Familie oft unterwegs.

Mit von der Partie war auch Revierförster Martin Starke. Seine Ehefrau Astrid hatte schon vor längerer Zeit ein GPS-Gerät geschenkt bekommen. „Wir haben es aber noch nie ausprobiert“, so Starke lächelnd. „Unter Anleitung ist es beim ersten Mal doch leichter“.

Petanque- und Nabu-Freund Manfred Amann hat sich ebenfalls in den Wald begeben, allerdings hauptsächlich als Begleiter seiner Enkel Julia (15) und Felix (9). Die beiden Nieder-Kainsbacher wollten das Geocaching einmal ausprobieren. Die drei mussten sich nach dem Aufbruch von Familie Goetsch allerdings noch etwas gedulden. Jede Gruppe sollte ihre Aufgaben schließlich eigenständig lösen. Umso mehr strahlten Felix und Julia allerdings, als Wiedling das Startkommando gab: „Ich werde euch jetzt den Wildschweinen und dem Zimmerner Wald überlassen“. Wildschweinen begegnete übrigens keiner der Teilnehmer, den Schatz haben sie hingegen alle gefunden.

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