Erstmals volle Punktzahl

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Gitarren-Duo Bao-Linh Carina Seifert (12, links) und Janika Heinrich (15).

Groß-Zimmern (guf) ‐ „Das hat es bei Gitarren im Duett noch nie gegeben“, berichtet Musiklehrer Heinz Geppert stolz. Seine Schülerinnen Janika Heinrich (15) und Bao-Linh Carina Seifert (12) haben als erste bei „Jugend musiziert“ Ende Januar die höchstmögliche Punktzahl von 25 geholt.

Die Wettbewerbe werden auch auf Landes- und Bundesebene durchgeführt. Es gibt einen jährlichen Wechsel von Solo, Duett oder Gruppen und dann ein Jahr Pause. 2009 spielten die beiden einzeln vor. Janika erhielt bereits hier 25 und Bao-Linh 24 Punkte.

Janika geht seit neun Jahren bei Geppert in den Gitarrenunterricht. 2003 war sie als jüngste Teilnehmerin mit 24 Punkten absoluter Spitzenreiter. Im Jahr danach spielte sie mit der damals 15-jährigen Saskia Müller im Duo und schaffte wieder einen ersten Preis. Für den weiterführenden Landeswettbewerb war sie eigentlich zu jung, aber im Duo wurde das Alter gemittelt. So ergab sich die Zugehörigkeit zur dritten Gruppe und Janika konnte schon einmal auf Landesebene mitmachen. Auch 2006 und 2007 wurde ihr Gitarrenspiel mit 24 Punkten als „hervorragend“ bewertet.

„Der Partner beruhigt“

Bao-Linh hat 2007 erste Erfahrung erworben, als sie im Duo mit Janika ebenfalls hervorragende Punktzahlen erhielt. Sie lebt seit elf Jahren mit ihrer aus Vietnam stammenden Mutter und dem Vater in Groß-Zimmern.

Alleine ist es anstrengender. Im Duo macht es viel mehr Spaß und der Partner wirkt beruhigend“, meint sie. „Seit dem Sommer üben wir“, erzählt Janika. Die Stücke von Adam Falkenhagen, Johann Kaspar Mertz und Franz Burkhart dauern rund 15 Minuten und die beiden spielen sie auswendig. Trotz hundertfacher Wiederholungen feilen sie weiterhin mit intensivem Blickkontakt unermüdlich an der Perfektion und man hört der Musik die Begeisterung der jungen Gitarrisitinnen an.

Tägliche Übung mit künstlichen Fingernägeln

Zuletzt haben wir täglich geübt“, sagt Bao-Linh und deutet auf die künstlichen Fingernägel an ihrer rechten Hand. „Zum Glück gibt es die, ich weiß nicht, wie ich es sonst geschafft hätte.“ Mit den Nägeln werden die Saiten gezupft, „so erreicht man eine bessere Klangdynamik“, erklärt Geppert.

Über zu geringe Nachfrage kann der Musiklehrer nicht klagen, zudem leitet er ein AG mit 20 Kindern an der Friedensschule. Aber: „Wirklich talentierte Schüler sind selten. Wichtig ist die gute Grundbildung. Die setzt sich dann in vielen Bereichen wie Schule oder bei Hobbys fort“, so Geppert.

Ziel ist der Bundeswettbewerb

Janika und Bao-Linh werden beim Landeswettbewerb vom 11. bis 14. März in Schlitz dabei sein. Ihr Ziel: „Wir wollen bis zum Bundeswettbewerb kommen.“

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