„Etwas Großes entstanden“

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Gestern wurde Richtfest für das neue Senioren-Pflegezentrum „Haus Elisabeth“ gefeiert. Viele Zuschauer hatte Zimmerermeister Reiner Schwalbe bei der feierlichen Verlesung des Richtspruchs.

Gross-Zimmern - Doppelt geschäftiges Treiben herrschte gestern Vormittag auf der Baustelle für das neue Senioren-Pflegezentrum „Haus Elisabeth“ in der Bahnstraße.  Von Laura Hombach

Während die Bauarbeiter, die das Haus bis zum 1. November dieses Jahres bezugsfertig stellen sollen, ihrer Arbeit nachgingen, versammelte sich im Innenhof des Gebäudekomplexes eine vielköpfige Menschenschar in Sommerkleidung. Neben Vertretern aus der Lokalpolitik und der am „Haus Elisabeth“ beteiligten Firmen waren auch viele Mitinhaber des neuen Hauses gekommen, um Richtfest zu feiern. Denn für das Haus, das derzeit unter Federführung der Firma Römerhaus Bauträger GmbH in der Bahnstraße entsteht, gibt es ein ganz eigenes Finanzierungskonzept: Die 86 Ein-Bett- und 13 Zwei-Bett-Apartments, die hier entstehen, wurden an Privatpersonen verkauft. So hat das „Haus Elisabeth“ nun quasi rund 100 Eigentümer, die das Senioren-Pflegezentrum freilich nicht selbst betreiben werden.

Den Betrieb der Einrichtung mit ihren 112 Plätzen übernimmt vielmehr die Firma Römergarten Residenzen GmbH aus Schifferstadt. Sie mietet das gesamte Objekt für die Dauer von 20 Jahren mit weiteren Optionen von den privaten Eigentümern, die sich in einem Beirat zusammenschließen, an. Und so hatten auch gestern viele der Miteigentümer den Weg nach Zimmern gefunden, um beim Richtspruch von Zimmerermeister Reiner Schwalbe dabei zu sein. In standesgemäßer Zimmermannskluft und in bester Reimform beschrieb Schwalbe die Funktion des neuen Hauses und wünschte den zukünftigen Bewohnern einen schönen Lebensabend im „Haus Elisabeth“. Mit einem ordentlichen Schluck aus einem Weinglas, das im Anschluss zu glücksbringenden Scherben zerschlagen wurde, besiegelte Schwalbe seine guten Wünsche für das Haus.

Gute Wünsche für die Zukunft gab es auch vom Geschäftsführer der Firma Römerhaus Walter Langknecht. „Hier ist in einem Wohngebiet etwas Großes entstanden“, lobte er das Bauprojekt seiner Firma. Es sei ein imposantes Gebäude, das den Zimmerner Bürgern und den Bürgern umliegender Gemeinden zugute kommen soll. So bezeichnete auch Bürgermeister Achim Grimm das „Haus Elisabeth“ als Bereicherung für die Gemeinde. Zimmern sei eine Wachtumsgemeinde, so Grimm, derzeit liege der Trend zwar beim Zuzug junger Familien. Aber man wisse auch, was der demographische Wandel in der Zukunft bringe. Wichtig sei deshalb eine gute Vernetzung innerhalb der Gemeinde - seien es junge Familien oder Senioren. Die Einbindung in die Gemeinschaft sei entscheidend.

Ein Anliegen, dass auch der künftige Betreiber Römergarten Residenzen teilt. „Auch uns ist die Vernetzung vor Ort wichtig“, betonte Geschäftsführer Alois Sieburg. „Wir wollen den zukünftigen Bewohnern ein neues Zuhause geben.“ 80 neue Arbeitsplätze sollen im „Haus Elisabeth“ entstehen. Auch junge Menschen aus der Region sollen hier einen Ausbildungsplatz finden. Den Bewohnern mache man damit ein hohes Pflege- und Betreuungsangebot, betonte Sieburg. Im Vordergrund steht dabei die stationäre Langzeitpflege, zu deren Leistungsangebot alle pflegerischen Leistungen sowie Leistungen der medizinischen Behandlungspflege gehören. Im November dieses Jahres sollen die ersten Bewohner Einzug halten können. Die Vermarktung der Apartments habe derzeit noch nicht begonnen, dennoch gäbe es schon einige Interessenten, erklärt der Prokurist der Firma Römergarten Residenzen, Stefan Schambach, am Rande der Veranstaltung. Wahrscheinlich ab Anfang Oktober soll bei Info-Sonntagen im neuen Senioren-Pflegezentrum an der Bahnstraße Gelegenheit sein, sich über das „Haus Elisabeth“ und das Betreuungsangebot ausführlich zu informieren.

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