Landes-, Bundes- sowie EU-Politiker bei Senioren-Union und CDU

Europawahlkampf läuft auf Hochtouren

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Der Europaabgeordnete Michael Gahler sprach am Dienstag in Groß-Zimmern.

Groß-Zimmern - Auf die Europawahl stimmten gleich drei CDU-Politiker in Zimmern ein. Die Senioren-Union und die örtliche CDU hatten Michael Gahler, Mitglied des Europäischen Parlaments, die Bundestagsabgeordnete Patricia Lips und den Landtagsabgeordneten Manfred Pentz in Mehrzweckhallen-Gaststätte eingeladen. Von Ulrike Bernauer

Einig waren sich alle drei in ihrem Aufruf, dass die Wähler am Sonntag, 25. Mai, zur Wahlurne gehen sollten. Der Abgeordnete widersprach der Auffassung vieler, dass Europa für die Deutschen nicht wichtig sei. Da wäre zum einen die Tatsache, dass es innerhalb der EU noch nie eine so lange Zeit ohne Krieg gegeben habe.

Zum anderen entscheide das Parlament über Themen, die für alle EU-Bürger von Bedeutung sind. Er nannte unter anderem der Zuzug von Migranten und die Freizügigkeit innerhalb der EU. Gahler nahm ausdrücklich eine Gruppe in Schutz, die vor einiger Zeit Aufsehen erregt hatte. Bulgaren und Rumänen seien oft gescholten worden, dabei hätten sehr viele eine Berufsausbildung oder einen Studienabschluss. Gahler wies auch auf Themen hin, für die so mancher hier kaum Verständnis habe. Beispielsweise die Wasserversorgung für die viele hier keinen Regelungsbedarf sehen würden. In anderen Teilen Europas sei dies jedoch existenziell wichtig, verwies Gahler auf Italiens Süden. Nach der Rede konnten die rund 30 Anwesenden Fragen stellen.

Eine Frau wollte wissen, wie die Wahl in anderen EU-Ländern geregelt sei, ob es dort auch eine Fünf-Prozent-Hürde gebe. Lips bemühte via Handy das Internet und konnte ausführlich Auskunft geben: Alle EU-Länder haben eine Hürde, bei vielen kleineren gäbe es diese ganz automatisch, weil sie teilweise nur insgesamt sechs Abgeordnete ins Parlament entsenden dürfen. Zu spezifisch waren einige Fragen des Vorsitzenden der Kreis-Senioren-Union, Albert Henrich, Gahler hatte nicht immer eine Antwort parat. Er wolle sich jedoch für die Verhinderung von Altersdiskriminierung einsetzen und die Altersgrenze im Erwerbsleben sollte so interpretiert werden, dass Arbeitnehmer nach Erreichen des Rentenalters auf Wunsch weiter arbeiten können. -

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