Unterhaltsames Treffen mit Musikern

Extra von Shanghai zur Kerb gereist

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Beste Stimmung herrscht beim Musikerstammtisch im Pipapo.

Groß-Zimmern - Für viele ist das Pi-pa-po Stammkneipe. Am Donnerstag war hier wieder Musikerstammtisch, zu dem jeden dritten Donnerstag im Monat eingeladen wird. Zahlreiche Gäste kamen zum Kerb-Auftakt, manche von ihnen waren weit gereist. Von Ulrike Bernauer 

Den weitesten Weg hatte wohl Alex Jung, er ist aus Shanghai eingeflogen. Der Zimmerner ist allerdings nicht nur wegen des Musikerstammtisches gekommen, sondern wegen der Kerb. Aber ebenso wie für ihn, ist das Treffen auch für manchen anderen ein schöner Auftakt für das Fest der Feste. Jung freut sich, mal wieder mit den Kumpels Musik machen zu können. Seit Mai ist er für seinen Arbeitgeber in Shanghai, insgesamt vier Jahre soll er dort arbeiten. Heute aber fühlt er sich so richtig zu Hause, zusammen mit den Freunden, die sich zum Musik machen getroffen haben. Zahlreiche Gitarren auf den Bänken künden vom Kommenden. Dass eine davon, als die Musiker dann Platz nehmen, zu Boden fällt, irritiert nur kurz.

Neben Jung hat Steffen Selmes am Musikertisch Platz genommen. „Seit Oktober 2012 gibt es den Stammtisch, auf die Idee kam ich zusammen mit Nadine Wolter.“ Seitdem schreibt der ganz spezielle Stammtisch eine Erfolgsgeschichte. „Wir haben schon mit 25 Musikern hier gesessen“, erinnert er sich. Kommen kann jeder, der Spaß an handgemachter Musik hat und sich einreihen will. Es gibt kein festes Programm, sondern gespielt wird auf Zuruf. Und wenn einer einen Titel nicht kann, dann werden die Akkorde gemeinsam geübt, bis sie sitzen. Heute ist es etwas gitarrenlastig, wie meistens im Pipapo. „Ein Dieter Emig oder ein Paul Wucherpfennig haben noch nicht vorbei geschaut“, sagt Selmes lachend. Die meisten Musiker sind jünger. Wenn sich ein älterer Musikfan allerdings ins Pipapo verirrt, ist auch er herzlich willkommen. So wie Otto Sorrentino, der ohne Gitarre reinschaut, sich dafür aber gleich die Cajón schnappt, die Kistentrommel, auf der man beim Spielen Platz nimmt.

Frauen am Musikerstammtisch singen

„Wir spielen eigentlich alles, worauf wir Lust und Laune haben“, sagt Marko Blank, der ebenfalls regelmäßig zu den Treffen kommt. Das kann ein Zimmerner Mundartlied sein, aber auch etwas Rockiges und Fetziges. Die meister der Musiker spielen selber auch in einer Gruppe. Blank zum Beispiel gehört der Band „Breakfast at Candlelights“ an. Der Musikerstammtisch ist deutlich männerdominiert, „wenn Frauen dazu kommen, dann singen die meistens“, sagt Selmes. So wie Steffie Henning, die sich mit ihrer vollen Stimme bestens gegen die Instrumente durchsetzen kann. Auch sie gehört bereits einer Gruppe an. Wer sie am Donnerstag verpasst hat, kann sie bei der Kerbparty mit „Bee flat“ am heutigen Samstagabend in der Mehrzweckhalle hören. Willkommen sind beim Musikerstammtisch natürlich nicht nur Musiker, sondern auch gegen viel Publikum ist nichts einzuwenden, das mal eine ganz zwanglose Session miterleben will.

Kerbtaufe in Groß-Zimmern

Kerbtaufe in Groß-Zimmern

Hannah Hamich ist aus Dieburg gekommen. „Ich komme immer mal wieder zum Stammtisch, weil ich ganz einfach gerne die Musik höre.“ Einen weiteren Anfahrtsweg hatte Mike Schacher. Er ist vom Bodensee nach Zimmern gekommen und will vorrangig die Kerb mitfeiern. „Aber der Musikerstammtisch ist sensationell, was will man mehr.“

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