Fast nur Urgewächse dabei

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Die „Elfchen“ mit ihrer Trainerin Annkathrin Pullmann proben für den großen Auftritt.

Groß-Zimmern ‐ Der Song „It’s raining men“ tönt durch die Halle der Katholischen Pfarrgemeinde St. Bartholomäus. Elf Männer – fast alle älter als 50 - bewegen sich dazu kreuz und quer durch den Raum. Bei genauerem Hinsehen erkennt man allerdings, dass das Toben bereits Hand und Fuß hat, sich nach und nach ein schon recht sattelfest sitzender Tanz entwickelt. Von Jens Dörr

Der Tanz trägt die Handschrift von Annkathrin Pullmann, die die „Elfchen“ – so der Name des elfköpfigen Zimmerner Männerballetts – trainiert. Neben dem Üben der Choreografie wird aber auch viel geflachst an diesem Proben-Abend. Den Spagat könne noch keiner aus den Reihen der „Elfchen“ gibt Friedrich Faust augenzwinkernd zu.

Der Spaß kommt aber vor den sportlichen Höchstleistungen – schließlich geht es hier um die Fastnacht in Groß-Zimmern: Am 30. Januar nämlich werden die „Elfchen“ ihren großen Auftritt haben – bei der diesjährigen Pfarrfastnacht der Gemeinde St. Bartholomäus. Dann im sexy Outfit und mit den letzten tänzerischen Feinheiten intus.

Nur Original-Zimmerner auf der Bühne

16 Programmpunkte wird die Sitzung in der Mehrzweckhalle haben, verrät Faust derweil. Er muss es wissen: Seit sechs Jahren ist er Sitzungspräsident bei der Pfarrfastnacht, sitzt dort seit mehr als 20 Jahren im Elferrat. „Um 19.11 Uhr beginnt das Programm, das wohl fast bis Mitternacht gehen wird“, kündigt Faust, der ebenfalls bei den „Elfchen“ die Hüften schwingt, an. 350 Karten gingen in den Verkauf. „Der größte Teil der Tickets ist schon weg“, verrät der Sitzungspräsident unterdessen. Noch gebe es aber welche, zu bekommen sind sie im Zimmerner „Tintenfass“ und der „Postagentur“.

Was die Pfarrfastnacht, die sich in Groß-Zimmern neben anderen Narrhalla-Veranstaltungen behaupten muss, so besonders mache, seien ihre Mitwirkenden, betont Faust. „Wir haben fast nur Zimmerner Urgewächse dabei und sind auch nicht bereit, andernorts für teures Geld Nummern einzukaufen.“ Dennoch sei ein „äußerst unterhaltsamer Abend“ zu erwarten – rund 150 Leute werden bei den 16 Programmpunkten insgesamt auf der Bühne stehen.

Pfarrfastnacht auch bei Jugendlichen immer beliebter

Die Wortvorträge werden davon nur einen kleinen Teil ausmachen – drei Stück sind inklusive Protokoll vorgesehen. „Musik, Tanz und Sketche stehen also im Vordergrund, das wird sehr kurzweilig“, schürt Faust die Vorfreude. Das Vergnügen kommt überdies noch äußerst erschwinglich daher: 8 Euro Eintritt verlangt die Pfarrgemeinde, Karteninhaber unter 18 Jahren erhalten am Abend der Sitzung sogar noch 3 Euro davon zurück.

Doch nicht nur deswegen sehen wir uns nicht in Konkurrenz zu den anderen Sitzungen“, sagt Faust. Man habe vor allem ein anderes Publikum.

Dass die Pfarrfastnacht inzwischen auch wieder bei einigen jungen Leuten ankomme, liege unter anderem an Manfred Maiwald und Gerhard Kuhr, erläutert der Sitzungspräsident. Maiwald als Technischer Leiter und Gerhard Kuhr durch seine musikalische Begleitung hätten die Veranstaltung in den vergangenen Jahren noch einmal aufgewertet.

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