Kein Platz blieb frei bei Meo

Ausverkauftes Haus bei Fastnachtsparty

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Eigentlich sind die Gäste mit der Sauberkeit bei Meo sehr zufrieden. Aber manchen kann man es eben nie recht machen. Im Bild „Kokopelli“ im Einsatz.

Groß-Zimmern - Die Hölle war los am Samstagabend in der Gaststätte „bei Meo“. In Kooperation mit dem Gremium der Ortsvereine und Dieter Hader hatte Wirt Mehmed Buhlent zur Fastnachtsparty eingeladen. Alle Gäste kamen kostümiert, ganze Gruppen sogar homogen gekleidet.

So lehrte ein Tisch so manchem das Gruseln. Hier waren lauter prächtige Spinnenladys erschienen. Die Damen an einem anderen Tisch zeigten sich auch einheitlich. Sie traten als Piraten, beziehungsweise deren Bräute auf. Die Freibeuterinnen kannten sich aber auch im Alpenland bestens aus. Zur Musik von Hubert von Goisern klopften und trommelten sie rhythmisch mit. Die Gäste wurden nicht nur mit viel Stimmungsmusik verwöhnt, sondern konnten auch einige originelle Auftritte erleben.

Die Gruppe „Kokopelli“ kam als Putzgeschwader in den Raum, durfte aber erst mal nicht loslegen. Mit so etwas Altmodischem wie einer CD konnte die Musik-Anlage nämlich nicht umgehen und es dauerte, bis das entsprechende Lied dann aus einem ganz altmodischen CD-Player ertönte.

Stimmung pur: mit lautem „Helau!“ wurden Besucher in der Mehrzweckhallengaststätte begrüßt.

Dann jedoch schwangen die Putzmänner und -frauen ihre Besen und es gab viel Gelächter, als sich ein Schrubberkopf gleich von seinen Stiel entfernte. Auch so manchem Gast wurde gründlich der Kopf gewaschen und der Handfeger kam natürlich auch zum Einsatz. Gaby Geier hatte sich als Krankenschwester ausstaffiert, die auf der Männerstation arbeitete. „Donn gibt’s besonders in letzter Zeit die Viagra-Fälle die dolle. Doch jetzt, ich lach mich boal kaputt, is souen Beamte bei uns kumme. Beamte sinn longsom, des waas jedes Kind, bei dem wor’s Viagra-Schlucke mißglickt. Zu longsom geschluckt, wie die Männer halt sind, er hot nor en steife Hals donn gekriegt.“

Die „Zimmerner Leit“ gaben sich die Ehre und Manfred Göbel fandet zum guten Schluss des Vortrags versöhnliche Worte im ewigen Streit zwischen Groß-Zimmern und Dieburg. „Dibborsch un Zimmern häwwe wirrer zammegefunne, weil was sich liebt, des neckt sich, un je mäih desto mäih – un sou wird des ewig aa weirrer gäih. Doch oa Sach bleibt uns gonz gewisse: Dass die Kerb älter wie die Fastnacht is.“ Nicht nur Hubert von Goisern und die üblichen Verdächtigen der Fastnachtsmusik erfreuten die Gäste bei Meo, es gab auch Heimisches zu sehen und zu hören. Der Viehtrieb sorgte für kräftig Stimmung beim eh schon aufgeheizten Publikum. (bea)

Bilder: Frauenfastnacht in Groß-Zimmern

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