Ausstellung: Farbenfrohe Gemälde von Ulrike Eckhardt

Fehler zur Technik machen

Offenbach-Post

Groß-Zimmern - (bea) „Mohn ist zur Zeit mein Lieblingsmotiv“, sagt Ulrike Eckhardt und stellt sich neben eine dieser flatterhaften Blüten. Die ist allerdings nicht im klassischen Rot gezeichnet, sondern hängt in leuchtendem Lila an der Wand. Seit kurzem kann man die Werke der Groß-Zimmerner Künstlerin in Luigis Golfrestaurant und im Golf-Sport-Park bewundern.

Blumenmotive haben es Eckhardt angetan, zumeist sind es Blüten. Ein Stillleben und zwei Landschaftsbilder, die toskanisch anmuten, komplettieren die Ausstellung. Eckhardt lacht, als sie hört, dass die Betrachterin die Landschaften in der Toskana wähnt. „Das eine ist ein Rapsfeld, allerdings mit einem Gehöft aus der Toskana, das andere eine norddeutsche Landschaft“, erklärt die Malerin. Sie sucht ihre Motive oft in Zeitschriften oder aus Fotografien und nicht selten kombiniert sie Gesehenes, dass es so nicht gibt. „In der freien Landschaft habe ich noch nie gemalt“, sagt sie nachdenklich, „aber vielleicht wäre es an der Zeit, das auszuprobieren“.

Das Malen hat sich die 53-Jährige selbst beigebracht. Schon als Kind malte sie gerne. Eckhardt wollte eigentlich Lehrerin für Sport und Kunst werden, musste aber nach der mittleren Reife von der Schule abgehen und lernte den Beruf der Dekorateurin. Das Abitur machte sie auf der Abendschule, aber die Geburt des ersten Sohnes verhinderte ein Studium. Erst nachdem beide Söhne groß waren, griff die Zimmernerin wieder zum Pinsel. 2001, sie war stolze Neubesitzerin eines Ateliers, kaufte sie Leinwände und Acrylfarben und malte drauf los. „Unbeeinflusst von Malschulen und Kursen fand ich sehr schnell meinen eigenen, unverwechselbaren Stil“, so ist es in ihrer Vita zu lesen. „Ich lerne aus meinen Fehlern“, sagt die Malerin und lacht. Manche Technik entstand erst durch ein Versehen und wurde dann bewusst vor ihr eingesetzt. An die Staffelei zu kommen, ist für sie immer noch ein großes Vergnügen, denn nach wie vor arbeitet sie in ihrem Beruf als Dekorateurin.

Für zwei Hobbys hat sie noch Zeit, die „Young Voices“ unter Detlef Bergmann hat sie mitgegründet. „Hätte es Chorus Line damals schon gegeben, würde ich sicher in Zimmern singen“, sagt Eckhardt. Sportlich ist sie außerdem. Sie fährt gerne Rad, Inliner und läuft viel durch den Wald. Ausstellungserfahrung hat die Malerin auch schon reichlich gesammelt, in der Weinstube Edling und in der Rathausgalerie in Roßdorf, in der Hofreite Palmy in Gundernhausen und an etlichen anderen Orten in der Umgebung konnte man ihre Bilder sehen. Sogar in Italien, in Alberobello hingen ihre Bilder an den Wänden.

Ganz so weit muss der Kunstliebhaber momentan nicht fahren. Die Ausstellung im Golf-Sport-Park und in Luigis Golfrestaurant ist noch bis zum 17. Oktober tagsüber und zu den Öffnungszeiten des Restaurants zu sehen.

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