Wolfgang Herberg gibt Häuslebauern gute Ratschläge

Fenster und Türen zum Schutz

Wolfgang Herberg erläutert: Wachsame Nachbarn, spezielle Fenster und Türen halten Einbrecher fern. Foto: Fritsch

Groß-Zimmern - Rund 30 Menschen sind am Mittwoch im Sitzungssaal des Rathauses versammelt. Viele von ihnen sind zukünftige Nachbarn, denn sie haben einen Bauplatz an der Ziegelei gekauft. Von Gudrun Fritsch

Ähnlich wie die Einbeziehung einer konkreten Familienplanung oder pränataler Diagnostik ist es für die überwiegend jungen Paare selbstverständlich, vor Baubeginn das richtige Zubehör für das neue Zuhause zu finden und das soziale Umfeld aktiv mitzugestalten. Um zu zeigen, worauf man in puncto Sicherheit achten sollte, hat Kriminalhauptkommissar Wolfgang Herberg von der Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Südhessen an diesem Abend einiges mitgebracht. Zahlreiche Broschüren liegen aus, die zur Vorsicht vor Einbrechern warnen oder die Sicherheit von Fenstern und Türen unter die Lupe nehmen. Auf Folien werden Statistiken und Verhaltensweisen der ungebetenen Gäste analysiert.

Doch Herberg langweilt nicht mit einem trockenen Vortrag. In lockerer Atmosphäre demonstriert er auch mal mit dem Brecheisen in der Hand wie Einbrecher vorgehen. Immer wieder untermalt der Fachmann die Beschreibungen mit fast unterhaltsamen Beispielen aus der polizeilichen Praxis. „Kommt der Täter durch Hebeln nicht rein, schlägt er einfach die Scheibe ein“, meint Herberg schmunzelnd und erklärt, welche Schließlanlagen oder Gläser möglichst viel Schutz bieten.

Sinnvoll sei es natürlich, gleich bei der Erstanschaffung darauf zu achten, denn „Nachrüsten kann teuer werden.“

So bietet Herberg kompetent professionelle Hilfe zur Abwehr von Straftaten und wirbt: „Lassen Sie sich von uns beraten. Noch ist das kostenfrei.“

„Ein sehr aufschlussreicher Vortrag“, loben Anke Kohlbacher und Ismail Eligül. Im April ist für die in Zimmern Wohnhaften an der Ziegelei Baubeginn. Sie hoffen, noch in diesem Jahr einziehen zu können.

Und für die Häuslebauer steht fest, dass sie künftig auch „wachsame Nachbarn“ sein wollen.

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