Im Jugendzentrum wird morgen gefeiert

In den Ferien nach Afrika

Groß-Zimmern (bea))))) - Bunt fängt das Jahr für die Ferienspielkinder an. Es wird viel gebastelt und vorbereitet für das Afrikafest am morgigen Freitag.

Den schwarzen Kontinent haben sich die Betreuer zum Vorbild genommen und was gebastelt, gemalt oder gespielt wird, hat mit Afrika zu tun. Agnes Scheurich hat zwar keinen afrikanischen Namen, sie stammt aber aus Ghana und unterstützt das Betreuer-Team mit Bastel- und Spielangeboten.

So sind einige Kinder am Dienstagmittag in der Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule (ASS). Hier können sie sich beim Ballspielen ein wenig austoben, aber hauptsächlich werden afrikanische Spiele und Tänze ausprobiert. Ein Bewegungsspiel ist „annhwe akyi“, auf Deutsch auch als „der Fuchs geht um“ bekannt. „Alle Kinder stehen im Kreis, einer läuft außerhalb des Kreises herum und legt hinter einen Mitspieler einen Gegenstand. Derjenige muss dann den anderen fangen“, erklärt der zehnjährige Marco die Spielregeln. Dass man dabei ganz schön ins Schwitzen kommen kann, das ist wohl jedem klar.

Beim afrikanischen Tanz führt Agnes Scheurich die Kette von Kindern an. Sie hebt die Hände, schwingt die Hüften oder dreht sich auch mal im Kreis. Die Kinder machen es nach und so entsteht eine Kettenbewegung.

Der siebenjährigen Svenja macht das viel Spaß und sie freut sich schon auf den Freitag, denn beim Abschlussfest wird auch getanzt.

Die Musik zum Tanz können die Ferienspielkinder selbst machen. Auch dafür wird eifrig gebastelt.

In eine große Papprolle werden kleine Steinchen oder Erbsen gefüllt, dann beide Enden verschlossen. Damitist das Regenrohr auch schon fertig. Hält man dieses „Instrument“ schräg, dann fallen die Steine herunter, es entsteht ein Geräusch, das an prasselnden Regen erinnert. Hübsch anzusehen sind diese Musikinstrumente auch noch, denn jedes ist bunt bemalt.

Nebenan basteln Ricky, Lisa und die anderen Kinder eine Rassel. Dafür wickeln sie in Kleister eingetunktes Zeitungspapier um eine Glühbirne. Ist diese dicke Schicht getrocknet, wird die Birne zerschlagen, fertig ist die Rassel.

In einem anderen Raum arbeiten Carolin, Finn, Cedric und Pascal mit Ton. Carolin hat eine tolle Maske modelliert, Finn arbeitet gerade an einem großen Tontopf. Wenn der ein wenig getrocknet ist, wird zur Verzierung noch ein Muster eingekratzt. Ganz besonders fantasievoll ist eine Figur von Pascal. „Ich habe einen Menschen gemacht, der schreit, weil er in Lava versinkt“, erklärt der Schüler.

Auf das Abschlussfest freuen sich alle 31 Ferienspielkinder, dann können sie all das anwenden, was sie gebastelt haben - auf dem Programm stehen zudem noch Baströcke und Trommeln.

Kleine afrikanische Leckereien wird es auch noch geben, Agnes Scheurich kennt sehr viele Rezepte.

Auf dem Ferienspielplan stehen in diesem Jahr weitere sieben Wochen. An Ostern werden die Kinder in der ersten Woche „dem Osterhasen über die Schultern schauen“.

In der zweiten Woche werden die älteren Inlinehockeyspieler wieder eine ganze Woche in der Rad- und Rollsporthalle ihrem Hobby nachgehen können.

Im Sommer wird es wieder in der ersten, der zweiten, der fünften und sechsten Woche Ferienspiele geben. Für den Herbst sind ebenfalls zwei Wochen eingeplant.

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