Ferienspiele in Groß-Zimmern

Was kleine Könige in Zimmern ändern würden

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Der Erste Beigeordnete Hans Wichmann hört sich die Verbesserungsvorschläge an.

Groß-Zimmern - Die Ferienspielkinder haben Ideen für die Freizeitgestaltung, die es früher schon einmal gab. Als sie am Freitagvormittag ihre Visionen im Rathaus vorstellten, zeigte sich, dass ihre Wünsche, wie etwa eine Eisbahn, gar nicht so neu sind. Von Ulrike Bernauer

„Eine Schlittschuhbahn gab es früher in Groß-Zimmern“, sagte der Erste Beigeordnete der Gemeinde, Hans Wichmann, der zur Zeit den Bürgermeister vertritt. Bevor die Albert-Schweitzer-Schule (ASS) erbaut wurde, füllten sich dort die Wiesen im Herbst und Winter oft mit Wasser. Wenn es fror, konnten die „jungen Burschen Eishockey“ spielen.

Dass die Kinder so etwas bald ebenfalls können, dafür stehen die Zeichen recht gut. Wenn der neue Kindergarten auf dem Festplatz fertig gestellt ist, könnte dort ein Inlinefeld entstehen. Das soll sogebaut werden, dass sich Wasser ansammeln und dass bei Minusgraden eine Eisfläche entstehen kann. Zahlreiche weitere Ideen haben die Kinder während ihrer Ferienspielwoche „König von Zimmern“ (wir haben berichtet) entwickelt. Zum Termin im Rathaus erschienen sie mit selbst gefertigten Kronen auf den Häuptern, einige trugen an Roben erinnernde Papierumhänge über den Schultern. Ihre Verbesserungswünsche besonders für die jüngeren Bürger der Gemeinde hatten sie nicht nur im Kopf, sondern auch aufgeschrieben und manches sogar als Modell gefertigt.

Sarah beispielsweise hielt ein Schiff fest. Gerade die Kinder aus Klein-Zimmern hätten gerne ein Spielschiff auf dem Spielplatz. „Im Kindergarten Nordring gibt es etwas“, sagte Jugendpfleger Tom Hicking, „aber das war sehr teuer.“ Für manchen Wunsch der Kinder würden sich recht einfache Lösungen anbieten. So ist die Rutsche auf dem Spielplatz in der Nelly-Sachs-Straße im Sommer sehr heiß. Hickings Vorschlag, ein Kissen mitzubringen, um den Hintern ein wenig zu schützen, stieß bei den Kindern allerdings nicht auf viel Gegenliebe. Die waren eher begeistert von der Idee, daraus eine Wasserrutsche zu machen. Blumenbeete auf dem Spielplatz, der zurzeit hauptsächlich einen Sanduntergrund hat, fanden auch keine Gegenliebe, die müsste ja jemand pflegen.

Die Kinder monierten auch, dass „Jugendliche Kaugummi auf den Boden werfen, da können Käfer sterben.“ Astrid Geiß, verantwortlich für die Aktion „Zimmern glänzt“ hatte hier Vorschläge. „Ich kann Schilder besorgen, die könntet ihr bemalen.“ Die Idee fand Jugendpfleger Hicking gut, „das könnten wir in den Ferienspielen im Januar machen, da kommen fast dieselben Kinder wieder ins Juz.“ Die Verbesserungsvorschläge der Kinder, sie betreffen im Wesentlichen den Roten Platz, die grüne Mitte und die Kinderspielplätze, will Hicking zu Papier bringen und dann Bürgermeister Achim Grimm überreichen. „Einiges, wie etwa die Eisbahn, steht sowieso schon auf der Agenda. Über anderes müsste diskutiert werden.“

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