Mädchen erobern bisherige Jungendomäne jetzt auch bei den Hockey-Ferienspielen

Sechsjährige sind flink auf Inlinern

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Sasha fährt sehr sicher auf Inlinern und handhabt auch den Schläger geschickt.

Groß-Zimmern - Auch bei den Ferienspielen, die die Jugendpflege in dieser Woche anbietet, fehlt es nicht an Nachwuchs. Beim eher harten Inline-Hockey mischen bereits die Sechsjährigen kräftig mit.

Nelli (7) macht das Inlinefahren Spaß, deshalb hat sie sich für diese Ferienspiele angemeldet. Dass man neben dem Fahren seine Konzentration auch noch auf den Schläger richten muss, gefällt ihr. Auch Mia (8) ist das erste Mal auf der Laufbahn in der Halle des Rad- und Rollsportvereins. „Ich kann zwar schon gut fahren, aber ich möchte es noch besser lernen.“ Dazu hat sie nun Gelegenheit.

Weil viele Kinder dabei waren, die diesen Sport noch nicht ausgeübt hatten, wurde am Montag der Trainingsschwerpunkt zunächst auf das reine Fahren gelegt. Grundlegende Kenntnisse des Hockey-Sports kamen dann erst am Dienstag dran.

Auch zwei Flüchtlingskinder mit dabei

„Wir mussten das Programm ein wenig umschmeißen“, sagte Jugendpfleger Markus Psczolla, „Aber das war auch nicht schlimm, wir sind da flexibel.“ Unterstützt wurde Psczolla von vielen Co-Trainern, die in der großen Mannschaft mitspielen. Zu Josua (21) und Julius (18) kamen spontan noch Yannik und Nico hinzu. So blieb genug Zeit, Kinder auch mal individuell zu betreuen. Zwei Flüchtlingskinder waren zum ersten Mal dabei. Isra hatte noch nie auf Inlinern gestanden, so dass Josua mit ihr ganz in Ruhe die ersten Laufversuche machte. „Aber Hockey kann Isra spielen“, sagte Psczolla. „Gestern hatte sie keine

Inliner dabei und hat einfach so mit gespielt.“

Viele Mädchen angemeldet

Auffällig war auch, dass sich diesmal sehr viele Mädchen angemeldet hatten. Während die bei den letzten Inline-Hockey-Ferienspielen eher die Ausnahme waren, waren sie diesmal mit zwölf von insgesamt 22 Teilnehmern in der Überzahl. Für Trainer Psczolla bestand die Schwierigkeit darin, die Anfänger nicht zu überfordern, aber den schon versierteren Spielern auch Spaß zu bringen und sie nicht zu unterfordern. Sasha (11) war schon das fünfte Mal dabei. Ihr macht der Sport viel Vergnügen. Am wöchentlichen Training nimmt sie allerdings nicht teil. „Ich habe keine Zeit, weil ich tanze“, so die Begründung.

Psczolla hatte das Geschehen auf der Bahn auch während des Gesprächs die ganze Zeit im Blick. „Vieles sieht beim Training sehr wackelig aus. Wenn die Kinder dann gegeneinander spielen, sieht es auch noch wackelig aus. Aber es geht schon ordentlich zur Sache.“

bea

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