Letztes Sommerfest im Klein-Zimmerner Sankt Josephshaus für Einrichtungsleiter Dr. Gerald Weidner

Fetzige Musik und lustige Aktionen

Bei traumhaftem Wetter lässt es sich am St. Josephshaus wunderbar feiern. - Fotos (2): Bernauer

KLEIN-ZIMMERN - Ausgelassen und fröhlich war die Stimmung beim Sommerfest des St. Josephshauses am Freitagnachmittag. Viel Publikum tummelte sich um die Bühne, wo man beim Karaokesingen ein paar wirkliche Talente hören konnte. Von Ulrike Bernauer

Als hätten sie tagelang geübt und schon immer vor einem Mikrophon gestanden, so perfekt sangen Alexandra, Gaetana und Patricia zusammen einen populären Song. Vor den vergnügten Auftritten von Schülern der Bischo-Ketteler-Schule und Bewohnern der Wohngruppen kam Einrichtungsleiter Dr. Gerald Weidner einer erfreulichen Pflicht nach.

Er konnte Ehrungen aussprechen für Schüler, die erfolgreich ihren Abschluss gemacht haben. Vier Jugendliche verließen die Einrichtung mit dem Realschulabschluss, zwei mit so guten Noten, dass sie nun weiterführende Schulen besuchen werden.

Über einen qualifizierten Hauptschulabschluss und sieben einfache Hauptschulabschlüsse können sich weitere Schüler freuen. Drei davon haben bereits einen Ausbildungsplatz in der Tasche, ein Jugendlicher will weiterhin die Schulbank drücken. Begonnen hatte das Sommerfest mit einem Gottesdienst von Pfarrer Christian Harald Röper aus Eppertshausen, der dem Haus freundschaftlich verbunden ist. Röper sprach über das Kommen und Gehen und Zeiten des Abschieds, wie sie gerade jetzt auch wieder stattfinden, wo die Kinder bald in die Ferien entlassen werden, um dann im August wieder in Schule und Heim anzukommen.

Während sich die Jugendlichen auf der Bühne vergnügten, sie war nicht nur Auftrittsort für Sänger, sondern bot auch etlichen Tänzern Raum. Unter anderem zeigten Samra und Bexexerem wie man in ihrer äthiopischen Heimat tanzt.

Nebenan lockte das schön gestaltete Außengelände, auf dem man sich an etlichen Spielgeräten vergnügen konnte, die zahlreichen Gäste zum Verweilen ein.

Extra für das Fest war über den kleinen Teich ein Balancierpfad gebaut worden, den Anna und ihre Mutter Mareike Hartig auch trockenen Fußes zurücklegten.

Ein Stück weiter konnten sich Kinder durch geschickte Schminke in Fantasiegestalten verwandeln lassen oder mit viel Geduld einen Filzball mit einem überraschenden Inneren herstellen. „Da ist eine Murmel drinnen“, erklärte Dunja, „und wenn die Kugel fertig ist, dann wird sie aufgeschnitten und dann sieht man nicht nur die Murmel, sondern auch die vielen Farbschichten, die der Ball hat.“

Der achtjährige Jonas hatte sich auch eine Geduldsaufgabe ausgesucht. Er feilte aus Speckstein ein Herz zurecht. Alicia (13) hingegen hatte sich für einen Tropfen aus dem gleichen Material entschieden.

Auch für das leibliche Wohl war wie immer bestens gesorgt und es herrschte eine entspannte und fröhliche Stimmung auf dem Sommerfest.

Einrichtungsleiter Weidner freute sich über die gute Laune, die alle hatten, schließlich war es sein letztes Sommerfest als Heimleiter.

Zum 1. August wird er das St. Josephs Haus nach über 17 Jahren verlassen.

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