Feuer als Symbol der Hoffnung

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Der Regen störte weder die Besucher noch das Osterfeuer, das trotz Nässe hoch loderte.

Groß-Zimmern (bea) ‐ „Beim Osterfeuer regnet es meistens“, lachte Petra Krauss, Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Groß-Zimmern (RFV) am Samstag.

Folglich störte der nach Einbruch der Dunkelheit nur noch leicht nieselnde Regen nicht sonderlich. Bald loderten die Flammen meterhoch und verwandelten trotz des Regens gefräßig alles Holz zu Asche. Die Zuschauer waren genauso zahlreich wie in den letzten Jahren gekommen.

Nur die Bläser ließen sich diesmal nicht blicken, es gab also keine Eröffnung des Feuers mit Halali. Doch gut beschirmt oder auch behütet freuten sich die Gäste dennoch über das Osterfeuer, das für viele auch den Start in die schönere Jahreszeit bedeutet. Und sie ließen sich Wurst und Bier schmecken. Für die Bewirtung sorgte in diesem Jahr die Reiterjugend.

Krauss: „Nächstes Jahr haben wir einen Geburtstag.“

Nächstes Jahr haben wir einen Geburtstag“, stellte Krauss nach gemeinsamer Überlegung mit einem Vereinskollegen fest. 1992 wurde die Reithalle fertig gestellt und ein Jahr zuvor das Gelände von Gestrüpp und Sträuchern gesäubert. All das ging im ersten großen Osterfeuer in Flammen auf. Vor 20 Jahren also der Beginn einer schönen Tradition.

Am Abend strömten zahlreiche Christen ins fast ganz dunkle Gotteshaus der katholischen Kirche. In der Nacht der Nächte im liturgischen Jahr wurde hier gemeinsam die Auferstehung Jesu Christi von den Toten gefeiert. Von der Dunkelheit ins Licht wandelte sich das Kircheninnere während der Messe.

Großteil der Gemeinde steuerte St. Bartholomäus-Ranch an

Anfangs spendete nur das Osterfeuer vor dem Haupteingang des Gotteshauses einen schwachen Schein. Nach der Segnung des Osterfeuers durch Pfarrer Christian Rauch entzündeten die Gläubigen nach und nach ihre mitgebrachten Kerzen.

Über drei Lesungen aus dem alten Testament erstrahlte die Kirche im Kerzenschein und es herrschte andächtige Stille. Dunkelheit und Stille wurden dann eindrucksvoll durch das Gloria gebrochen. Die Kirche erstrahlte wieder im hellen Licht und auch die Stille war vorüber. Die Orgel spielte, die Glocken läuteten, der Gesangverein stimmte noch einmal das Gloria an und ein Ministrant vertrieb die Ruhe zusätzlich mit dem schrillen Läuten kleiner Glocken.

Besonders freute sich Pfarrer Rauch in dieser Osternacht, die Taufe eines Erwachsenen vornehmen zu können.

Nach der folgenden Eucharistiefeier und dem feierlichen Segen strebte ein Großteil der Gemeinde trotz der mittlerweile späten Stunde nicht nach Hause, sondern hinüber zur St. Bartholomäus-Ranch, denn hier loderte und wärmte das Feuer.

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