In diesem Jahr soll der geplante Aufzug entstehen

Bei der Feuerwehr geht’s nach oben

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Das Trafo-Häuschen der HEAG soll für den behindertengerechten Lifter überbaut werden. Hierfür musste zunächst ein gesonderter Vertrag ausgearbeitet und unterzeichnet werden.

Klein-Zimmern - Bereits im Haushalt 2016 waren 70.000 Euro für den Bau eines Aufzuges am Feuerwehrhaus in Klein-Zimmern geplant. Von Gudrun Fritsch 

Auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung fragte Reiner Raab von der Klein-Zimmerner unabhängigen Liste (KuL) nach, wieso bisher nichts geschehen sei. Raab erfuhr, dass es recht lange gedauert habe, bis die Baugenehmigung erteilt wurde. Aber die liege inzwischen vor und sobald als möglich soll mit den Arbeiten begonnen werden, die Haushaltsmittel müssen ins Jahr 2017 übertragen werden. Die zeitliche Verzögerung erklärte Beiratsmitglied und Feuerwehrfachmann Joachim Köbel: „Es ist ein Anbau über dem Entega-Häuschen geplant. Hierfür musste erst ein Gestattungsvertrag geschlossen werden.“ Zudem handele es sich nicht um einen riemenbetriebenen Aufzug, sondern um einen behindertengerechten Lifter, eine Art Spindelaufzug, so Köbel. Hierfür lägen inzwischen drei Angebote vor. „Wir hätten die Pläne gerne vor der Umsetzung gesehen“, sagte Raab. Die sollen zur nächsten Sitzung des Ortsbeirates vorgelegt werden.

Zudem habe der Ortsbeirat bereits in der Juni-Sitzung auf Antrag der KuL hin einstimmig beschlossen, den Gemeindevorstand damit zu beauftragen, eine Erhöhung des Deckungsgrades bei den Feuerwehr-Etats in Groß- und Klein-Zimmern zu prüfen und eine Anpassung der Fahrzeug- und Personalgebühren (Neukalkulation) vorzunehmen. In diesem Zusammenhang sollte die Groß-Zimmerner Gebührensatzung mit denen anderer Kommunen verglichen und dabei insbesondere das Brandschutzhilfeleistungsgesetz beachtet werden. „Das ist bis heute nicht geschehen“, kritisierte Raab und bat um eine Begründung für die Verzögerung. Bürgermeister Achim Grimm erwiderte, dass der Gemeindevorstand keine Prüfung vorgesehen habe und auch keine große Notwendigkeit einer Prüfung sehe. Diese werde zwar auf die Agenda genommen, jedoch ohne zeitlichen Druck. „Wir wundern uns schon darüber, dass entsprechende Beschlüsse des Klein-Zimmener Ortsbeirates nicht umgesetzt und quasi ignoriert werden“, kritisierte Raab das Vorgehen.

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