Wehr feiert und ehrt

Brandheiße Übungen am Florianstag

Das Feuer lodert hell, aber die Jugendfeuerwehr von Klein-Zimmern wird den Flammen bald ein Ende bereiten. - Foto: Bernauer

Klein-Zimmern - Während sich im Zelt vor dem Feuerwehrhaus die langjährigen Mitglieder sammelten, saßen die Jugendlichen der Feuerwehr schon auf heißen Kohlen. Sie freuten sich am Florianstag auf ihren Einsatz. Von Ulrike Bernauer 

Unter dem kryptischen Begriff „Übung nach Feuerwehrdienstvorschrift drei, Gruppe im Löscheinsatz“, konnten sie am Sonntag auf dem Parkplatz neben dem Feuerwehrhaus ihr Können zeigen.

Eingefahren wurde mit Blaulicht und Sirene, vom Wagen abgesessen wie bei den Großen. Auch die Schläuche wurden professionell ausgerollt, nur das Feuer, das mitten auf dem Parkplatz brannte, recht halbherzig gelöscht. „Es soll ein bisschen brennen, damit die Übung nicht gleich vorbei ist“, sagte Feuerwehrmann Markus Gessner zur Erklärung, warum die Feuerbekämpfer mit ihren Schläuchen eher neben und weniger auf das Feuer zielten. Schließlich brauchten die jungen Blauröcke auch Zeit, um eine verletzte Person aus einem benachbarten Schuppen zu retten.

Als das Feuer dann aus war, wurden die verkohlten Balken auseinander gezogen, auch die erwachsenen Helfer müssen nach dem Löschen immer noch schauen, ob noch Glutnester vorhanden sind. Die Aufräumarbeiten, Schläuche aufrollen und alles Gerät wieder in die Einsatzwagen verstauen, führten die Jugendlichen ebenfalls unter den kritischen Augen der Erwachsenen durch.

Bereits am Samstag hatte der Florianstag mit einem Gottesdienst in der katholischen Kirche begonnen. Anschließend zog man zum Totengedenken auf den Friedhof. Der Sonntag begann mit dem Frühschoppen am Feuerwehrhaus, für musikalische Unterhaltung war der Katholische Kirchenmusikverein zuständig.

Insgesamt war der Feuerwehrtag gut besucht. Kaffee und Kuchen sowie Spiele für Kinder lockten zahlreiche Zimmerner an.

Joachim Köbel, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, freute sich, langjährige Mitglieder ehren zu dürfen.

Lothar Kunkel und Josef Zimmermann für 60 Jahre geehrt

Seit 60 Jahren sind Lothar Kunkel und Josef Zimmermann dabei. Kunkel war früher aktiver Feuerwehrmann. Er brachte kurz und knapp die Veränderungen auf den Punkt. „Früher empfahl man Hausbesitzern in die Feuerwehr einzutreten, heute müsste man eigentlich Autofahrer bitten, beizutreten, weil sich die Hilfeleistung vom Brandlöschen zur technischen Hilfe bei Unfällen verlagert hat.“

Zahlreiche Ehrungen gab es für 40 Jahre. Mit Urkunden wurden Hugo Wiedekind, Wilfried Bühler, Lothar Herrmann, Josef Braun, Helmut Breitwieser, Dieter Brunner und Johann Pajur bedacht.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Dieter Bräunig, Kristina Bennett, sowie Gisela und Rainer Wientges geehrt.

Köbel verteilte auch noch zahlreiche Urkunden für zehnjährige Treue zum Verein. Jüngstes Mitglied war dabei Nicholas Bennett, der erst im Juni seinen zehnten Geburtstag feiert.

Anschließend gab es für Gemeindebrandinspektor James Bennett und Markus Gessner noch eine Überraschung. Kreisbrandinspektor Ralph Stühling ehrte die beiden Feuerwehrleute. Bennett hat 25 Jahre im Vorstand des Vereins gewirkt, zehn Jahre davon war er Vorsitzender.

Markus Gessner betätigt sich seit 30 Jahren im Vorstand des Vereins, davon viele Jahre als Rechner.

Großbrand einer Werkshalle am Frankfurter Berg

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