Feuerwehr tierisch gut im Einsatz

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So sieht eine Kornnatter mit Feuerwehrhelm aus.

Groß-Zimmern ‐ Gäbe es einen Oscar für die Tierretter des Jahres, wären die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Zimmern auf dem besten Weg zur Prämierung. Von Ursula Friedrich 

Bei den derzeit hochsommerlichen Temperaturen rückt die Truppe tapfer in Brandschutzkleidung zum Einsatz aus, auch um Vögel, Schlangen und anderem Getier aus der Bredouille zu helfen.

Markus Paschke, stellvertretender Wehrführer der Zimmerner Floriansjünger, befreite zuletzt einen Vogel aus dem Dachkännel. Der Gefiederte steckte ausgerechnet neben einem Wespennest fest. Natürlich alarmierten auch die nesteigenen Insekten ihre „Polizisten“. Die waren nicht zimperlich und stachen ordentlich zu.

Von mysteriösen Geräuschen aus einem Versorgungsschacht gepeinigt, alarmierte ein Wohnungseigentümer die Feuerwehr. Die barg einen verängstigten Mauersegler, der sich auf randalierende Weise Hilfe erhofft hatte. Zu Recht.

Ein zweiter Piepmatz hat sich tags darauf vermutlich selbst aus misslicher Lage befreit. Als die erneut verständigte Wehr zu Hilfe eilte, fehlte von dem Tier jede Spur. Ein Loch im Dachstuhl des Hauses wurde von den Kameraden fachmännisch verstopft, um neuerliches Vogeleindringen zu unterbinden.

Wohl aus dem Terrarium ausgebüchst

Eine weitere Episode aus der Tierwelt hielt die Einsatztruppe auf Trab. Eine amerikanische Kornnatter legte – vermutlich ausgehungert – einen Zwischenstopp in der Nähe eines Restaurants in der Jahnstraße ein (wir haben berichtet). Ein beherzter Feuerwehrmann fing den ungebetenen Gast. Nun genießt das Reptil die Gastronomie des Darmstädter Vivariums.

Da das überwiegend in Nordamerika beheimatete Reptil den langen Weg über den Teich nicht schlängelnd zurückgelegt haben dürfte, wird von einer ausgebüchsten Terrariumsnatter ausgegangen. Bis sich der Besitzer gemeldet hat, verbleibt der amerikanische Gast in dortiger Obhut. Hinweise auf den Besitzer oder die Herkunft des Tieres können der Polizei in Dieburg mitgeteilt werden, Tel.: 06071/96560.

Während sich die Kameraden aus Babenhausen ebenfalls mit einer Schlange beschäftigten, erledigten Zimmerns Feuerwehrleute ihre originären Aufgaben: ein Waldbrand wurde gelöscht, bei einem Verkehrsunfall Hilfe geleistet.

Nicht immer allerdings ist die Hilfe der Wehr gefragt: Eine verirrte Katze, die verängstigt im Wipfel eines Baumes saß, entschloss sich angesichts der einrückenden Helfer doch zum mutigen Sprung in die Tiefe – und suchte eilends das Weite.

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