50 Jahre Vereinstreue / Gut besuchtes Fischerfest, trotz hoher Temperaturen

Feuerwerk ist „Highlight“

Bürgermeister Achim Grimm hat gut zu geschlagen. Das Bier sprudelt kräftig in den Krug, den Volker Schaefer von der Brauerei Pfungstädter bereit hält.   J Fotos (2): Bernauer

Groß-Zimmern - Spitzenwetter hatten sich die Angler bei Petrus für ihr Fischerfest bestellt. Am Freitag war es fast ein wenig zu heiß, so dass man mit dem Bieranstich noch wartete. Von Ulrike Bernauer

Bei warmem Sommerwetter steigt das kühle Nass schließlich schnell in den Kopf. Problemlos schlug Bürgermeister Achim Grimm den Hahn in das Fass und schnell schäumte der Gerstensaft. Das Freibier für alle, die Firma Pfungstädter hatte ein 30-Liter-Fässchen spendiert, reichte eine ganze Weile.

„Das Fischerfest ist nach der Kerb das zweitälteste Fest in Groß-Zimmern“, stellte Grimm fest und erinnerte an die Anfänge an der Obermühle. Er bedankte sich bei der Mannschaft der Angler, „ohne die Arbeit vieler Helfer lässt sich eine solche Veranstaltung gar nicht stemmen.“

Adolf Orleth (86) freute sich über den kostenlosen Gerstensaft. Er hatte die ganze Familie an die Teiche mitgebracht, neben Sohn und Tochter auch Enkel und die beiden Urenkelinnen Lilli und Emmi. Orleth wurde später für 50-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt und war damit derjenige, der an diesem Abend für die längste Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet wurde.

Seine Großfamilie ließ sich Pommes und andere Speisen schmecken. Lilli und Emmi wollten ihr Glück beim Schießen probieren, die Schießbude hatte leider noch geschlossen. „Zum Glück für mich“, so Vater Urs Wothke. „Das Freibier hat die Hand nicht sicherer gemacht, wenn Sie mir eine Schrotflinte geben würden, dann …“

Die beiden Mädchen trösteten sich mit einer Süßigkeit.

Geehrt wurden neben Orleth auch Willi Poth und Heinz Schuster, die mit 45 Jahren schon fast genauso lange dabei sind wie der älteste Jubilar. Manfred Krimm ist immerhin schon 40 Jahre Vereinsmitglied, Stefan Fröhlich und Herbert Hirsch seit 35 Jahren.

Für 30 Jahre Mitgliedschaft wurde Heinrich Osinski geehrt, für 25 Jahre Tobias Jährling. Stefan Fröhlich war der jüngste Geehrte an diesem Abend. „Ich bin schon so lange dabei, weil ich quasi bei meiner Geburt eingetreten wurde.“

Am Samstagabend war es nicht mehr so heiß und es war so richtig voll zwischen den beiden Anglerteichen.

Die Angler selbst, die vor lauter Arbeit ihr Fest kaum genießen konnten, hatten alle Hände voll zu tun, um mit Getränkezapfen und Essenszubereitung nach zu kommen. Viele der Besucher freuten sich schon auf das Feuerwerk, das pünktlich mit der Nacht über den Gästen aufleuchtete. Schade war eigentlich nur, dass gar nicht so viele Besucher einen guten Blick auf das Himmelsspektakel hatten, da die Anglerteiche inzwischen fast rundum von Bäumen und hohen Sträuchern umstellt sind. Gefallen hat es trotzdem und die Feuerwerker bekamen am Ende ihren wohlverdienten Applaus. Die Bar hatte schon länger geöffnet und war als Anziehungspunkt besonders für die jungen Leute umso interessanter, je weiter der Abend fortgeschritten war. Für die musikalische Unterhaltung sorgte „Franks in Family“ mit Musik aus sechs Jahrzehnten. Die Kinder kamen auf dem Festplatz auf ihre Kosten, denn jetzt hatten Schießbude, Karussell und Schiffschaukel geöffnet.

Auch am Sonntag war das Fischerfest bestens besucht, bei moderaten Temperaturen ließ es sich am Wasser gut aushalten.

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