Fichten weichen Eichen

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Mit dem Harvester wurden die Stämme der Fichten sogleich abtransportiert. Zum Glück waren wir sowieso an der Arbeit“, erklärte Förster Martin Starke.

Groß-Zimmern (guf) ‐ Am 28. Februar, auf den Tag genau 20 Jahre nach dem verheerenden Sturm Wibke, fegte Xynthia über Hessen hinweg. Das gewaltige Sturmtief hinterließ im Zimmerner Wald einen erschreckenden Anblick seiner Kraft.

Im starken Holz ist nicht so viel passiert. Aber weiter drin im Wald hat es sehr viele Fichten einfach umgehauen“, berichtete Revierförster Martin Starke am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss.

Die Kraft von Sturmtief „Xynthia“ ließ viele Fichten einfach umumknicken. Sie werden nun durch Eichen ersetzt.

Es wurden so viel Bäume zu Holz, dass er umgehend einen Nachtrag zum Waldwirtschaftsplan 2010 einreichte. „Zum Glück waren wir sowieso mit dem Harvester in der Nähe am Werk, so dass wir schnell mit dem Räumen beginnen konnten“, so der Förster. Durch diesen Einsatz stieg die Summe der Ausgaben für die Waldwirtschaft zwar um 59 000 Euro, aber die Erträge durch den Verkauf bringen mit jetzt 158 000 Euro ein, gut 60 000 Euro mehr. „Folglich verbessert sich das positive Ergebnis von bisher 13 000 auf 14 500 Euro“, berichtete Starke. Damit konnte er natürlich auf die Befürwortung des Nachtrags rechnen, den die Ausschussmitglieder einstimmig empfohlen. Jetzt würden allerdings Mittel für neue Kulturen benötigt. Zudem sei eine Grundinstandsetzung der langen Schneise, die zuletzt vor zwölf Jahren hergerichtet wurde, über eine Länge von 4,5 Kilometern notwendig.

Claus Rosendahl (SPD) wollte wissen, ob sich der Windbruch auf die aktuellen Holzpreise auswirke. Die seien vertraglich gesichert, konnte Starke trösten. „In unserem Wald hat die Fichte naturgemäß nichts verloren“, ergänzte er. Die nicht sehr langlebigen Bäume seien zudem durch Sturm oder den Borkenkäfer gefährdet. In der Aufforstung wolle er vor allem Eichen und Winterlinden pflanzen und vorerst 400 Esskastanien zur Probe. „Diese Baumarten können Klimaveränderungen am besten auffangen und werden bis zu 200 Jahre alt“, so Starke.

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