Ausbau der Kläranlage

Gebührenerhöhung, Beitragserhebung oder beides

Groß-Zimmern - Dass die Kläranlage ausgebaut werden muss steht fest. Die Gemeindevertretung hatte sich im April auf eine Variante festgelegt (wir haben berichtet) und den Gemeindevorstand beauftragt, einen Vorschlag zur Finanzierung vorzulegen. Von Gudrun Fritsch

Fachfrau Gabriele Gruber stellte den Ausschussmitgliedern am Donnerstag einen Plan mit unterschiedlichen Finanzierungsmöglichkeiten der geschätzten Investitionskosten von rund drei Millionen Euro vor. Abzüglich von 1 .300. 000 Euro Eigenkapital (Auflösung des Eigenbetriebs) bliebe noch ein Betrag von 1. 700. 000 Euro.

 Hierfür könnten die Grundstückseigentümer einmalig mit Beiträgen belastet, Gebühren erhöht oder auch ein Darlehen aufgenommen werden. Allerdings gebe es bisher nur grobe Schätzungen der Ausbaukosten. Verlässliche Zahlen könnten erst genannt werden, wenn wie zu erwarten Ende des Jahres die Entwurfsplanung vorliegt.

Bei der Beitragsvariante müsste für ein eingeschossiges Gebäude mit einmalig rund 600 Euro gerechnet werden, mehrgeschossige Häuser würden mit rund 1 .500 Euro belastet. Die Gebührenerhöhung läge bei 54 Cent pro Kubikmeter Frischwasserverbrauch und fünf Cent pro Quadratmeter versiegelte Fläche.

Eine Kombination beider Möglichkeiten sei vorstellbar, beantwortete Gruber Fragen der Kommunalpolitiker, die den Steuerzahler möglichst wenig belasten wollen. Der Finanzausschuss will hierüber in Sondersitzungen beraten, so dass in der Regelsitzung im März 2014 ein konkreter Vorschlag zur Abstimmung vorliegen kann.

Wenn die Finanzierung feststeht, könnten die Ausbauarbeiten im Herbst 2014 Beginnen, die Fertigstellung wäre dann Ende 2015 möglich. Gruber wird für die Parlamentssitzung am Dienstag Zahlen für die Mischkalkulation vorlegen.

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