Flammkuchen leckerer als Pizza

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Alle wollen noch ein zweites Stück von dem leckeren Flammkuchen aus dem Lehmofen.

Groß-Zimmern ‐ Die Glut schiebt Förster Martin Starke ganz nach hinten. Vorne wird dadurch ein Platz frei für den ersten Flammkuchen. Mit einer ersten Backstunde wurde der Lehmofen auf dem Außengelände der Waldschule eingeweiht. In den Ferien war der Ofen von Kindern im Rahmen der Ferienspiele gebaut worden und die kleinen Helfer waren nun samt ihrer Eltern eingeladen, den ersten Brand mit zu erleben und natürlich das erste Gebackene aus dem Ofen zu verspeisen. Von Ulrike Bernauer

Ein bisschen verbrannt“, kommentiert Starke den ersten Flammkuchen, der aus dem Ofen kommt und fügt verblüfft hinzu, „dabei habe ich doch gerade erst vor einer Minute geguckt, da war er noch ganz hell“.

Trotzdem möchte die achtjährige Alexa das erste Stück haben, als Geburtstagskind hat sie schließlich ein Anrecht darauf. Sie zögert erst ein wenig, weil ihr der Belag mit Schafskäse, Oliven und getrockneten Tomaten ein wenig fremd ist. „Lecker“, sagt sie dann nach den ersten Bissen.

„Schmeckt besser wie Pizza“

Toll“ findet auch Max (zwölf Jahre) den Flammkuchen. Er hat zuerst die andere Sorte mit Zwiebeln, Pilzen und Speck probiert. „Schmeckt besser wie Pizza aus dem Steinofen“, so sein Fazit. Der Albert-Schweitzer-Schüler hat in den Sommerferien den Lehm für den Ofen gestampft und am Weidengeflecht, das den Ofen in Form brachte, mit geflochten. Drittklässler Uwe hat das Ziegelfundament mit aufgesetzt und beim Anbau des Schornsteins geholfen.

Auch Sigrid Donges hat das erste Erzeugnis aus dem Lehmofen hervorragend geschmeckt. Die Mutter der siebenjährigen Maike hat das Mini-Backhaus heute nicht zum ersten Mal gesehen.

Jeder will noch eine zweite Portion

Ich konnte die Arbeiten mitverfolgen, wenn ich in der Ferienspielzeit meine Tochter gebracht und abgeholt habe.“ Toll findet Donges, dass es nun solch einen urtümlichen Ofen in der Gemeinde gibt.

Inzwischen haben alle Gäste ein Stück Flammkuchen gehabt, dennoch reißt die Schlange vor dem Ofen nicht ab.

Anderthalb Minuten Backzeit genügen

Fast im Minutentakt holt Claudia Wiedling, die nicht nur für den Bau des Ofens verantwortlich ist, sondern auch für die Flammkuchenrezepte, die dünnen Fladen aus dem Ofen.

Inzwischen haben die beiden Bäcker Starke und Wiedling auch die Backzeit relativ gut raus. Nur anderthalb Minuten müssen die flachen Kuchen im Ofen bleiben, allerdings waren die Flammkuchen alle schon vorgebacken. „Alle Kuchen im Ofen ganz zu backen, dass hätte für die vielen Gäste nicht geklappt“, sagt Wiedling, die mit dem ersten Ofeneinsatz an der Waldschule sehr zufrieden ist.

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