Tagesmütterhaus feiert sein zweijähriges Bestehen

Flitzeflöhe von eins bis fünf

Viele Besucher lockte der Flitzefloh mit seinem Tag der offenen Tür.

Groß-Zimmern - (bea) „Die Nachfrage nach Betreuung für die Kleinen ist nach wie vor groß“, sagt Christiane Götz. Deshalb führen Götz und ihre Kollegin Conny Kecke im Moment eine Warteliste. Der Flitzefloh, das Tagesmütterhaus in Groß-Zimmern feierte am Samstag sein zweijähriges Jubiläum. „Aber da kann sich auch ganz schnell was ändern“, sagt Götz, „dass dann doch überraschend ein Platz frei wird“.

Viele Besucher schauen am Tag der offenen Tür beim Flitzefloh vorbei. Darunter sind neue Interessenten, aber auch viele „Ehemalige“. Die vierjährige Lilli war eine der ersten Flitzeflöhe und ihre Mutter Jenny Mai erinnert sich gerne an die Flitzefloh-Zeit zurück: „Damals war noch alles im Umbau, aber für mich war es schöner als in jeder anderen Kindertagesstätte“. Ein Jahr lang besucht Lilli nun schon den Kindergarten St. Martin in Dieburg, die gemeindlichen und kirchlichen Kindergärten sind günstiger als das private Tagesmütterhaus.

Tanja Mertens hat ihren Sohn Jordy auch nur schweren Herzens vom Flitzefloh abgemeldet. Aber beruflich waren die Öffnungszeiten des Kindergartens Hörnertweg besser für sie.

Eine Interessentin ist Sabine Schöbennig. „Wir sind erst vor zwei Wochen von Leipzig nach Groß-Zimmern gezogen“, erzählt die junge Frau. In Ostdeutschland empfand Schöbennig die Kinderbetreuung als deutlich besser ausgebaut, ihren Sohn Lennart hat sie schon mit 14 Monaten in die Kinderkrippe gebracht. Lennart ist nun schon drei und geht in den Kindergarten Wichernweg, aber die Mutter überlegt, ob sie Tochter Finia im Flitzefloh anmelden soll. „Die Krippe hat unserem Sohn gut getan“, sagt Schöbennig, er ist viel selbstbewusster geworden und hat sehr viel gelernt“.

Kinder ab einem Jahr nimmt der Flitzefloh auf und zurzeit ist Benjamin mit einem Jahr der Jüngste und Paul mit fünf Jahren der Älteste unter den Flöhen. Für viele Mütter ermöglicht das Tagesmütterhaus den Wiedereinstieg in den Beruf, und dass zu einem früheren Zeitpunkt, als es die offiziellen Kinderbetreuungsmöglichkeiten bieten würden.

Und den Kindern macht es ganz offensichtlich Spaß. Fröhlich spielen sie an diesem sonnigen Herbsttag auf dem ganz neu gestalteten Freigelände und die „Ehemaligen“ erinnern sich offensichtlich gerne an ihren Flitzefloh. So manches Elternpaar hat es schwer, seinen Sprössling vom Sandkasten oder vom Bobbycar zu lösen.

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