Tagesmütterhaus arbeitet mit neuem, naturpädagogischem Konzept

„Flitzefloh“ geht nach draußen

Das neue Pflanzbeet ist die Attraktion. Stolz sind Liam, Emily und Finia (von links), wenn sie gießen dürfen. Die Tagesmütter Carmen Heinz-Reinholz (links) und Christiane Götz passen auf, dass das Wasser auch an die richtige Stelle kommt. Foto: Bernauer

Groß-Zimmern - Erbsen, Rosmarin, Schnittlauch und Zierkürbis, aber vor allem viel draußen sein, das gehört zum neuen naturpädagogischen Konzept des Tagesmütterhauses „Flitzefloh“. Von Ulrike Bernauer

Das 400 Quadratmeter große Außengelände ist fast fertig und bietet den acht Kindern der beiden Tagesmüttern Christiane Götz und Carmen Heinz-Reinholz viel Platz zum Spielen und Toben.

Ganz neu ist ein kleines Pflanzbeet, auf dem neben den erwähnten Kräutern und Gemüsen auch sonst noch so einiges wächst und gedeiht. Jeden Tag freuen sich die Kinder darauf, die Pflänzchen und die Aussaat gießen zu dürfen. Benny, Finia, Liam, Emily und Rabea stehen mit ihren kleinen Gießkannen um um das Beet und sind ganz stolz, ordentlich wässern zu dürfen.

Danach ist Toben angesagt. Das große Klettergerüst steht aktuell im Mittelpunkt des Interesses. Sogar Liam wagt sich dorthin. Der Anderthalbjährige ist noch ein wenig ängstlich und bleibt sonst lieber ganz nah bei Tagesmutter Heinz-Reinholz. Das ist auch in ordnung so, denn schließlich ist er noch in der Eingewöhnungsphase.

Auf einen Bauwagen warten die Betreuerinnen noch für ihr Außengelände und ein zweites Sonnensegel soll auch noch her. Aber egal wie das Wetter ist, die beiden sind mit „ihren“ Kindern so viel wie möglich im Freien. „Die Motorik entwickelt sich so viel besser und auch die Phantasie wird angeregt, wenn die Kinder mehr draußen sind“, sagt Götz.

Zum neuen Konzept gehört auch anderes Spielzeug. Plastik wurde weitgehend verbannt, dafür gibt es Baumscheiben und Zapfen zum Spielen, Becherlupen dienen der Befriedigung des kindlichen Forscherdrangs. Auch die Bilderbücher wurden dem neuen Konzept angepasst. In ihnen steht viel über die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Und im Herbst, wenn sich die Neuen besser eingewöhnt haben, wollen Götz und Heinz-Reinholz auch wieder häufiger das pädagogische Angebot der Waldschule nutzen.

Insgesamt acht Kinder betreuen die beiden Tagesmütter zurzeit. „Wir könnten jede fünf Kinder nehmen, aber bei vieren haben wir einfach mehr Zeit für jedes Kind“, erklärt Götz.

Wobei jede Tagesmutter ihre „eigenen“ Kinder hat, natürlich wirft jede auch ein Auge auf die Kinder der jeweils anderen.

Im Herbst können die Betreuerinnen wieder neue Kinder aufnehmen, dann werden die älteren ihrer Schützlinge in den Kindergarten gehen.

Zwischen ein und drei Jahren sind die Kinder des Tagesmütterhauses. „Das ist eine schöne, homogene Gruppe“, meint Götz. „Der Altersunterschied ist nicht zu groß und die Kinder können viel miteinander anfangen.“

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare