Nicht nur als Kerbmädchen hervorragend

„Franzi rockt den Saal“

Ein Gläschen zur Beruhigung trinkt Thomas Beutel immer vor der Abholung mit Kerbmädchen Franzi und ihren Eltern.

Groß-Zimmern - Ein sehr aufregendes Wochenende war es für Franziska Blank (19).

Am Samstag wurde sie in Groß-Umstadt bei der Freisprechungsfeier der Handwerker als beste Frisörin ihres Prüfungsjahrgangs geehrt und am Sonntag feierte sie als Kerbmädchen das Fest der Feste inihrem Heimatort.

„Seit meiner Kindheit habe ich mir das gewünscht. Aber jetzt bin ich total aufgeregt“, erzählte sie am Sonntag vor der Abholung in ihrem Elternhaus im Nordring. „Franzi, so dürft ihr mich nennen“, ist in Zimmern und Dieburg zur Schule gegangen, „die Jungs kenne ich schon immer, wir sind alle richtig gute Freunde“, erzät sie. Die Gruppe hat sie im Mai gewählt und in der ganzen Familie wurde die Nachricht begeistert aufgenommen. „Der Papa hatte Pipi in den Augen“, sagt Franzi gerührt. Vater Richard Blank, eigentlich rot-weißer Kerbborscht des Jahrgangs 1964/65 freute sich auch darüber, dass er zum „Grün-weißen Kerb-Schorsch“ ernannt wurde. „Aber beim Frühschoppen am Montag bin ich dann wieder ein Roter“, betont er. Franzis Mutter Anja Blank, geborene Poth, kommt aus Spachbrücken, ist aber ebenso Kerbbegeistert wie die Tochter. Dass Franzi die Rolle gut meistern würde stand für sie fest. „Bei der Abschlussfeier der Albert-Schweitzer-Schule hatte mir ein Lehrer gesagt: Ihre Tochter ist eine Rampensau. Die rockt den Saal und gehört auf die Bühne.“ Auch die Oma half intensiv mit und Franzi berichtet: „Hier wurde in den letzten Monaten unheimlich viel gebastelt, geschneidert und der Kranz gebunden.“ Die Mütter der Kerbborschte seien sehr fleißig und kreativ, meint sie voller Bewunderung. „Auch mein Kleid hat eine von ihnen genäht.“

Und Franzi selber ist ebenfalls ein sehr fleißiges Mädchen. Nach dem ausgezeichneten Abschluss der ersten Ausbildung hat sie bereits die nächste begonnen, als Bürokauffrau bei Killers Sportstudio. „Zum Glück hat man dort Verständnis für die Kerb und ich habe für diese Zeit frei bekommen.“ Am Samstag ist sie nämlich nicht zur Kerb gegangen. In der Nacht hatte sie allerdings beste Gesellschaft: „Kerbbobbe Joanna“ war bei ihr. Den Sonntag konnte sie um so intensiver genießen. Ihre einzige Sorge, bevor sie aus dem Fenster stieg, war: „Hoffentlich hört der Regen bald auf!“. J guf

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