Frauen schauen, was der Euro drauf hat

Betrachtung des Euro mal anders: Was ist auf den Geldscheinen?   J Foto: Friedrich

GROSS-ZIMMERN - Schon am frühen Morgen drehte sich vergangenen Samstag alles ums Geld. Beim Frauenfrühstück im evangelischen Gemeindezentrum stand neben den Leckereien vom Frühstücksbuffet der Euro im Rampenlicht.

Nicht allerdings sein materieller Wert war Gegenstand der Diskussion, sondern sein Aussehen. „Was hat der Euro drauf“, war Themas des gemütlichen Vormittags.

Pfarrerin Claudia Kühnle aus Georgenhausen-Zeilhard entlarvte unter den Anwesenden ein gängiges Phänomen: „Wir haben ihn oft in der Hand und schleppen ihn im Portemonnai herum - aber wie sieht er aus, der Euro?“ Schweigen. Dann: „Auf einem Schein ist eine Brücke“, wusste eine ältere Dame. Immerhin.

„Das Motiv auf dem 20-Euro-Schein erinnert an die Fenster unserer katholischen Kirche“, fand eine zweite Frau. Stand St. Bartholomäus Modell bei der Motivsuche des österreichischen Banknotendesigners Robert Kalina, der die sieben verschiedenen Euro-Scheine entwarf? Möglich. Allerdings: Die meisten Bauwerke seien erfunden und an Bauweisen aus der Antike bis zur Moderne angelehnt, erklärte die Pfarrerin. Die Brücke sei auf den Scheinen als Symbol für die Verbundenheit der europäischen Ländern verewigt.

Wie angenehm war es doch da, als die rund 60 Anwesenden die Motive alter D-Mark-Scheine studierten. Auf Grafiken, aber auch auf einigen echten Scheinen, die der ein oder andere noch zu Hause hortet.

Hier blickten berühmte Portraits von Albrecht Dürer und Lukas Cranach in die Runde. Große deutsche Denker und Wissenschaftler wurden abgebildet. „Wollen Sie zurück zur D-Mark?“, fragte eine der betagteren Gäste die Pfarrerin hoffnungsvoll.

Doch Nostalgie hin, Schönheit der Währung her, auch die Geistliche fasste die Renaissance nur aus künstlerischer Sicht ins Auge. J ula

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