Frauen setzen Impulse

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Die Frauen des Ausländerbeirats wollen auch mit dem internationalen Frauencafé einiges in Bewegung bringen.

Groß-Zimmern (ula) ‐ Frauenpower zieht sich in der Gemeinde quer durch alle Nationalitäten. Besonders viel Energie hat das Frauenquartett des Ausländerbeirats, das mit neuen Ideen und Engagement für Bewegung im weiblichen Teil der Gesellschaft sorgen will.

Das neue Projekt, ein internationales Frauencafé, war bereits von Erfolg gekrönt. Frauen aus vielen Generationen und Nationen trafen sich am Samstag zum zwanglosen Plausch im Jugendzentrum. Für Kinder wurden im Außenareal viele Spiele, darunter ein Riesentrampolin, samt Kinderbetreuung angeboten – ein idealer Platz, um die Seele baumeln zu lassen.

„So muss Integration aussehen“, freute sich Adriana Albrecht, zweite Vorsitzende des Ausländerbeirats, und deutete auf einen Tisch: Frauen deutscher, italienischer und türkischer Herkunft hatten hier eine spontane Kaffeerunde gebildet und verkosteten dabei gemeinsam ein Stück Rhabarberkuchen.

Die süße Mehlspeise vom Bäcker kam bei diesem Test („bitter, zu salzig“) zwar schlecht weg, dafür waren jedoch neue Bekanntschaften geknüpft.

„Sofort eine Wellenlänge gefunden“

„Wir möchten Impulse setzen, damit die Grüppchenbildung unter den Nationalitäten aufhört“, sagte Anna Scarpato-Wolf. „Es gibt viele ausländische Mitbürgerinnen, die etliche Deutschkurse hinter sich haben und in Grammatik fit sind, aber keine Praxis besitzen und sich schließlich nicht trauen deutsch zu sprechen“, lautet die Bilanz von Meral Akkoyun. Mit dem Frauencafé ist nun ein Anfang gemacht, um Hemmschwellen abzubauen und Bekanntschaften zu knüpfen.

Einmal im Monat soll die Veranstaltung zur festen Institution werden - wenn die entsprechende Nachfrage da ist. „Ich könnte mir auch vorstellen, die Nachmittage jeweils unter ein Motto zu stellen und beispielsweise Frauen rund um das Bildungspaket aufzuklären“, beschreibt Scarpato-Wolf bereits nächste Ideen. Gemeinsame Kochabende stehen auf der Agenda, eine monatliche Sprechstunde ist ebenfalls geplant.

Das Gremium des Ausländerbeirats ist jung. Seit November sind die vier Frauen und zwei Männer im Amt. Trotz unterschiedlicher Herkunft (Italien, Türkei oder Pakistan) hat das euphorische Frauenquartett „sofort eine Wellenlänge gefunden.“

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