Freie Wähler schicken Peter Urban ins Rennen

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Peter Urban will für die Freien Wähler bei der Bürgermeisterwahl im März 2011 kandidieren.

Groß-Zimmern ‐ „Viele Gespräche in der letzten Zeit haben mich in dem Entschluss bestätigt, zur Kandidatur des Bürgermeisters anzutreten“, berichtet Gemeindevertreter Peter Urban (60) dem LA.

Einstimmig wurde er bei der Mitgliederversammlung der Freien Wähler (FW) im Mai zur Kandidatur vorgeschlagen, denn durch seine Erfahrungen als Ortsvorsitzender der FW, als Mitglied der Gemeindevertretung und durch seine berufliche Laufbahn verfüge er über hervorragende Qualifizierungen. Auch die Unterstützung der Freien Wähler aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg ist ihm gewiss.

Urban studierte Maschinenbau und Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Alternative Energien. Nach zwölf Jahren bei der Bundeswehr nahm er Abschied vom Traum des Hubschrauberpiloten.

Als Jugendvertreter war er bereits 1968 in der Gewerkschaft aktiv und engagierte sich als Student im ASTA. Die Arbeit führte den Wilhelmshavener 1983 „von der Nordseeküste“ nach Hessen zur Posttechnik in Darmstadt und dann ins Entwicklungszentrum der Telekom. Bei dem Unternehmen mit 1 200 Beschäftigten war er acht Jahre lang Betriebsratsvorsitzender.

Tradition is Urban sehr wichtig

Mitte der 90er Jahre kauften er und seine Frau, die beiden haben einen 19-jährigen Sohn und eine 17-jährige Tochter, ein Haus in Groß-Zimmern. Seine Hobbys sind Segeln, Tennisspielen und „ich bastle gerne an meinem Oldtimer, einem VW-Käfer Cabrio von 1971.“

Tradition ist Peter Urban sehr wichtig. „Eines der ersten Ereignisse in Zimmern war damals die Errichtung des Bahnsignals in der Grünen Mitte. Ich habe nie verstanden, warum man den Bahnhof abgerissen hat“, erzählt er.

Ende der 80er ist er der FDP beigetreten und war zeitweise in Groß-Zimmern Ortsvorsitzender der Liberalen. „Damals sollte ich schon einmal zur Bürgermeisterwahl antreten. Nach schwierigen Zeiten mit Hans-Ulrich Schneider habe ich die FDP jedoch verlassen“, so Urban.

„Ich will mitgestalten“

Seit vier Jahren sitzt er nun als einziger Gemeindevertreter der Freien Wähler im Zimmerner Parlament. „Das ist recht arbeitsintensiv. Ich nehme möglichst an allen Sitzungen teil, habe jedoch in den Ausschüssen kein Antragsrecht“, erzählt er. Unterstützt wird er dabei nicht nur von den Freien Wählern in Zimmern und im Kreis, auch die Familie hält ihm den Rücken frei. Besonders Horst Pasewald, Brigitte Tesch und Heino Hoeves haben ihm zur Kandidatur geraten, bei der nächsten Wahl kandidiert er zudem für den Kreistag. „Ich will mitgestalten. Die Hände in den Schoß legen ist nicht meine Sache“, beschreibt Urban die Gründe für sein politisches Engagement. Seine Ziele als Bürgermeister sind: „Bürgernähe und verantwortungsvoller Umgang mit finanziellen Ressourcen. Das Notwendige und Machbare kommt vor dem Wünschenswerten.“ Er wolle für alle Bürger da sein, zuhören bei Sorgen und Nöten und zupacken, wenn es einmal brennt. Seine Devise lautet: „Nichts ist so gut, dass man es nicht noch besser machen kann.“

„Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Gradlinigkeit“

Nicht ein Parteibuch, sondern die Achtung vor dem Menschen, sowie der Wille zur politischen Veränderung seien für ihn Motivation. Durch mehr Informationen und kooperative Einbindung in Entscheidungsprozesse will er Transparenz erzeugen.

Urban strebt auch in der Sozialen Stadt aktive Mitgestaltungsmöglichkeiten an bis hin zu einer lebendigen Gemeinde durch die Bürger, die gemeinsam an deren Weiterentwicklung mitwirken.

Er wolle als Bürgermeister die Gesamtheit der Bürgerschaft im Auge behalten, unabhängig von sozialer Stellung und unterschiedlichen Interessen. Die Interkommunale Zusammenarbeit würde er intensivieren. „Ich möchte unserer Gemeinde durch eine vernünftige Kommunal- und Verwaltungspolitik wieder das Wir-Gefühl verschaffen, auf das wir stolz sein können, getreu meinem Lebens-Motto: Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Gradlinigkeit.“

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