Frühe Aktion der Kinder- und Jugendlobby bei strahlendem Sonnenschein

Fröhliche Eiersuche

Ganz geheuer sind Leon die großen Osterhasen nicht.

roß-Zimmern - Die Sonne strahlt von einem wolkenlosen Himmel und hat ganz viele Groß-Zimmerner mit Kleinkindern zu den beiden Eingängen der Kolping-Anlage gelockt. So war es am Palmsonntag. Von Ulrike Bernauer

Am letzten Sonntag vor Ostern laden die Mitglieder der ehemaligen Kinder- und Jugendlobby regelmäßig zur Eiersuche ein. 1 400 bunt gefärbte Eier haben sie wieder gekauft, um mit ihnen die Kinder zu erfreuen. „Es macht einfach Spaß“, sagt Angelika Göbel, früher Mitglied des Vereins.

Die Ehemaligen greifen in die eigene Tasche, um dieses Vergnügen für die kleinsten in der Gemeinde zu finanzieren, ein Teil der Auslagen kommt durch Spenden wieder herein. „Wir sind so viele, die sich daran beteiligen“, sagt Göbel, „dass der Betrag überschaubar bleibt“.

Früh am Morgen ist die Kolpinganlage leer von Menschen, dafür aber voll mit versteckten Ostereiern und vielen Tierfiguren, die sich im Lauf der Jahre angesammelt haben, nun den Park dekorieren und zumeist auch anzeigen, dass sich an dieser Stelle wohl etwas finden lässt.

Erst einmal gibt es aber um zehn Minuten vor drei Uhr enttäuschte Gesichter. „Ihr wisst schon, dass nur Kinder bis sechs Jahre hier suchen dürfen“, sagt Göbel und schickt drei Schüler, die bestimmt schon in die zweite Klasse gehen, wieder weg.

An der Straße warten Eltern und Großelternmit ihren aufgeregten Sprösslingen oder Enkeln. Pünktlich um drei Uhr wird das Absperrband entfernt und die älteren Kinder stürmen in den Park. Schon bald haben sie das erste Ei in ihrem Körbchen.

Aber auch für diejenigen, die die Suche langsamer angehen lassen, bleiben noch Eier übrig. Die 1 400 Eier werden nicht auf einmal im Park verteilt, sondern es wird immer wieder nach versteckt.

Damit auch wirklich jedes Kind zu mindestens einem Ei kommt, streifen die vier Osterhasen Meike Simon, Liane Schreiber, Sebastian Keller und Carina Mahr zwischen den Bäumen und Beeten herum. Sie überreichen den Kleinen ganz persönlich eines der bunten Eier. Das nehmen die Kinder gerne, fotografieren lassen wollen sich die Meisten aber nicht mit diesen merkwürdigen Riesenhasen, von denen sie respektvoll Abstand halten. Sie trauen diesen Gesellen nicht, die wie Menschen sprechen, aber ein Fell und lange Ohren haben. Auch der dreijährige Leon betrachtet Hasen skeptisch. Aus der Möhrentasche eines Riesenhasen nimmt er sich dann mutig ein Ei und verliert langsam die Scheu vor den merkwürdigen Gesellen.

Am Ende des Nachmittags sind viele Kinder glücklich und ziehen mit runder Beute im Körbchen nach Hause.

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