Frühe Käufer finden sehr gute Räder

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Familie Kennedy kauft regelmäßig bei der Fahrradbörse. Luca (links) freut sich über sein neues Laufrad. Opa Norbert Knaus hat zuvor überprüft, ob sich der Sattel verstellen lässt.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Ein bisschen seltsam muten sie schon an, die Fahrradfans, die sich am Samstag teilweise schon eine halbe Stunde vor Beginn der Börse an den Türen der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) die Nase plattdrücken und auf Einlass warten. Aber sie wissen was sie tun.

Dicht an dicht standen die Räder für die Erwachsenen um zehn Uhr, acht Minuten später sieht das Bild schon ganz anders aus. Nur noch vereinzelt sieht man ein Fahrrad, viele Drahtesel haben schon einen neuen Besitzer gefunden. Eine lange Schlange hat sich vor der Kasse der Jugendförderung gebildet, geduldig warten die Käufer mit ihren Schnäppchen auf das Bezahlen. Es lassen sich in der Tat günstige Räder finden, je nach Zustand liegen die Preise zwischen 15 und 130 Euro. Letzterer wurde für ein Rennrad gezahlt, ein richtiger Straßenflitzer. „Ich fahre nur noch Mountainbike“, erklärt Stefan Fortig den Verkauf seines Sportrades.

Zwei Räder haben sich Patricia und Shaun Kennedy erst mal herausgesucht. Ihr achtjähriger Sohn Finlay mach gerade eine Probefahrt. „Er soll beide testen, wir wollen sehen, welches von der Größe her am besten passt“, erklärt die Mutter. Es ist schon das dritte Rad, das die Familie bei der Fahrradbörse kauft. Für die Mutter gab es eines und über das letzte ist Finlay schon herausgewachsen. „Wir kommen gerne her. Preis und Leistung stimmen“, sagt Patricia Kennedy.

Emilian hat einen Anhänger erobert

Luca (links) freut sich über sein neues Laufrad. Opa Norbert Knaus hat zuvor überprüft, ob sich der Sattel verstellen lässt.

Ein paar Schritte weiter strahlt der zweijährige Luca. Er sitzt auf einem Laufrad, die Füße erreichen mit Mühe den Boden. Opa Norbert Knaus bückt sich und stellt zufrieden fest: „Den Sattel kann man noch tiefer stellen“. Genau so ein Laufrad haben die beiden gesucht und sie ziehen glücklich ab in Richtung Kasse. Der dreijährige Emilian hat einen Anhänger erobert. „Eigentlich haben wir ja für unsere Tochter ein Fahrrad gesucht“, sagt Sven Wulf. Das hat er auch gefunden, rosa glänzt es. Ob der Anhänger auch noch mitkommt, sorgt für eine kurze Diskussion zwischen Emilians Eltern. Schnell ist die Entscheidung gefallen. Der Junior darf im Anhänger sitzen bleiben und die junge Familie strebt Richtung Kasse.

Einnahmen gehen an die Gemeinde

Vor gerade mal einer Viertelstunde hat die Fahrradbörse der Jugendförderung begonnen. Einige Nachzügler kommen jetzt noch, sie finden allerdings nurmehr ein sehr reduziertes Angebot an Drahteseln, Rollern, Inlinern, Kindersitzen und Anhängern vor.

Die Schlange ist inzwischen noch länger geworden und die Pausenhalle der ASS hat sich ziemlich geleert. Dafür hat sich die Kasse der Kinder- und Jugendförderung gefüllt. Zehn Prozent des Verkaufspreises gehen an die Organisatoren. Für jeden nicht verkauften Gegenstand gibt es einen Euro. Insgesamt 550 Euro hat die Fahrradbörse in die Kassen gefahren. „Die Einnahmen überweisen wir an die Gemeinde. Das Geld kommt dann natürlich wieder unserer Arbeit zugute“, erklärt Roswitha Göbel,

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