135 Fünftklässler in der ASS

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Voll ist es bei der Begrüßung der Schulanfänger in der alten Turnhalle der ASS.

Groß-Zimmern - Eine Schultüte haben die Fünftklässler zwar nicht mehr, aber aufgeregt sind sie dennoch bei ihrem ersten Schultag an der Albert-Schweitzer-Schule (ASS).Von Ulrike Bernauer

Schließlich ist es spannend, wer sie an der Gesamtschule künftig unterrichten wird und wer die künftigen Klassenkameraden sind. „Wir versuchen zwar immer, uns nach den Wünschen der Kinder zu richten, aber hundertprozentig klappt das nicht immer“, sagt die Gymnasial- und Förderstufenleiterin Marion Hübner.

Es ist richtig voll am Dienstagmorgen in der alten Turnhalle der ASS. Neben den neuen Schülern sind auch viele Eltern und Geschwister gekommen. Wohl auch deshalb wagt sich keiner nach vorne, als Hübner nach den Zielen fragt. Von ihrem Sitzplatz aus können die Neuen dann doch einige nennen. „Neue Freunde finden“ gehört dazu, aber auch „gute Noten“, „Abitur“ oder generell „einen Abschluss machen“. Die Aufregung steigt, als die Schüler von den jeweiligen Klassenlehrerinnen nach vorne gerufen werden. Durchweg sieht man lächelnde Gesichter und fast jedes Kind scheint Bekannte von der Grundschule in der Klasse zu haben. Jede Klasse hat auch zwei Schüler als Paten. Achtklässler sollen den Neuen helfen, sich zurecht zu finden.

Keiner rechnet mehr mit grundlegenden Änderungen

Zwei Förderstufenklassen und drei Gymnasialklassen mit insgesamt 135 Schülern wurden am Dienstag eingeschult. Damit hat die ASS im neuen Schuljahr 859 Schüler. Schulleiter Helmut Buch kalkuliert: „Diese Schülerzahlen werden wir wohl auch die nächsten Jahre behalten.“ Nachdem die Dieburger Goetheschule und auch das Groß-Umstädter Max-Planck-Gymnasium zur längeren Gymnasialzeit G9 zurück gekehrt sind, rechnet keiner mehr mit grundlegenden Änderungen in der Schullandschaft der näheren Umgebung. Eng ist es dennoch an der ASS, zum ersten Mal stehen drei Container auf dem Schulhof, in denen unterrichtet wird. Klassen mit niedrigen Schülerzahlen haben hier Platz gefunden, schließlich sind die Container mit 45 Quadratmetern kleiner, üblich sind 60 Quadratmeter. „Aber die Container sind hell und freundlich, für eine Übergangszeit wird das gehen“, meint Buch. Platzprobleme hat die ASS nicht nur wegen der Bauarbeiten, sondern auch, weil sie schon früh zu G9 zurückgekehrt ist. In diesem Jahr gibt es wieder drei zehnte Gymnasialklassen. Mit 60 Lehrern ist die Schule allerdings gut ausgestattet, zwei wurden in den Ruhestand verabschiedet, dafür sind sieben neue gekommen. Zwei von ihnen haben gerade ihr Referendariat abgeschlossen, die anderen sind von anderen Schulen und zum Teil aus anderen Bundesländern nach Groß-Zimmern gewechselt.

Lediglich mit dem Stand der Bauarbeiten an der Schule ist Buch nicht gerade glücklich. Eigentlich sollten die Umbauarbeiten in den Ferien weiter voran geschritten sein. Auch die Pausenhalle ist noch nicht fertig, das war Ziel des Dadi-Werks und des Schulamtes.

„Es gab in den Ferien einen Wasserschaden und einige Firmen sind nicht die zuverlässigsten“, so Buch. Dennoch kann er dem Umbau auch gutes abgewinnen. „Es ist mir trotz aller Querelen ein großer Trost, dass die Schule in näherer Zukunft auf dem energetisch und technisch neuesten Stand sein wird.“

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