Noch gibt es wenige freie Plätze in den sieben Einrichtungen

Ganztagsbetreuung ist sehr gefragt

Gerne testen die ganz Kleinen das Bällchenbad bei den Kinderfrei(t)räumen.   J Foto (Archiv): Friedrich

groß-zimmern J „Wir haben vereinzelt noch Plätze frei“, berichtet Erzieherin Nicole Schild. Die Leiterin des Kindergartens Wichernweg ist zuständig für die Platzvergabe in der Gemeinde.

Erfreut teilt sie mit, dass alle Kinder, die bis September 2012 drei Jahre alt sind und somit einen Anspruch auf Betreuung haben, in den zwei konfessionellen. -, den vier Gemeindekindergärten sowie der Einrichtung im Wald und dem Kinderladen „Kinderfrei(t)räume“ aufgenommen werden konnten.

„Es besteht nach wie vor eine hohe Fluktiation“, so Schild. Die Meldungen wurden bereits sehr früh vorgenommen. Da jedoch später noch Familien aus Zimmern weggezogen sind, gab es Anfang des Sommers überraschend tatsächlich noch vereinzelt freie Plätze. „Aber es bleibt ein stetiger Zuzug“, betont die Kindergärtnerin.

Die Warteliste wurde am 15. März geschlossen, so dass Eltern, die ihre Kinder rechtzeitig gemeldet hatten, auch sehr früh eine Zusage erhalten haben. Seitdem werden weitere Plätze der Reihe nach vergeben, sofern welche frei sind. „Es gibt in Zimmern nur ganz wenige Drei- bis Sechsjährige, die keinen Kindergarten besuchen“, so Schild.

Eine wesentliche Neuerung ist, dass ab August alle Kindergärten von Montag bis Freitag auch durchgehend geöffnet sind.

Die genauen Zeiten sind zwar unterschiedlich, aber die Gebühren sind ebenfalls überall gleich: Die Stunde im Kindergarten kostet drei, für die Tagesstätte vier Euro. Für unter Dreijährige (U3) müssen die Eltern 7,20 Euro zahlen. „Der Träger erfüllt seine Pflicht. Aber wir können nicht immer einen Platz im konkreten Wunschkindergarten bieten“, berichtet die Erzieherin. Im Oktober werden die Neuzugänge aufgenommen. Auch für diejenigen, die einen der heiß begehrten Plätze im U3-Bereich haben, bedeutet das dann eventuell einen Wechsel. Denn für diese Altersgruppe bietet die Gemeinde bisher lediglich 15 Plätze im Hörnertweg an, weitere vier sind im Kinderladen angesiedelt. Wenn die Kleinen drei Jahre alt werden, müssen sie ihren Platz in dieser Gruppe für ein anderes Kleinkind räumen.

Voll im Trend liegen die Zimmerner, denn immer mehr Eltern wünschen auch hier für ihre Kleinen eine Ganztagsbetreuung.

In Hessen besuchen 43 Prozent der über Dreijährigen den Kindergarten ganztätig. Das ist in Westdeutschland ein Spitzenwert. Auch das sei ein wichtiger Grund, weshalb der Fachkräftemangel steigt, bestätigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung.

Die Probleme ließen sich zumindest teilweise dadurch lösen, dass mehr Teilzeitkräfte in den Kitas künftig auch ganztags arbeiten. „Wir hatten großes Glück bei der Suche nach Mitarbeiterinnen“, berichtet Schild. Zwei Bewerberinnen aus Groß-Zimmern und eine aus Dieburg sind hinzugekommen.

Auch hinsichtlich der neuen Stellen, die bei in Betriebnahme der neuen Kita auf dem Festplatz erforderlich werden, ist sie optimistisch.

Von dem Vorschlag, bei Bedarf im Schnelldurchlauf umgeschulte Schlecker Mitarbeiterinnen einzusetzen, hält Schild nichts.

„Die Anforderungen an uns werden immer größer“, sagt die Kitaleiterin. „und so wird der Beruf lediglich doch nur weiter abgewertet“, meint sie. Zwar gebe es in der Gemeinde sogar zwei oder drei junge Männer, die im Kindergarten arbeiten, aber insbesondere hierfür müssten dringend bessere Anreize geschaffen werden J guf

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