Geschützter Gartenbereich für die Senioren

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Auf dem Gelände des alten Aldi-Marktes soll ein Seniorenpflegeheim entstehen.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Mit dem geplanten Bau eines neuen Seniorenpflegeheimes konnten sich am Montag alle Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses bei ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl anfreunden.

In einer Präsentation erläuterte Dipl. Ing. Uwe Hock vom Planungsbüro L.O.P. die wichtigsten Daten für das von der Firma Römerhaus geplante Bauvorhaben. „100 bis 110 neue Pflegeplätze sind vorgesehen, die Groß-Zimmern auch gut vertragen kann“, so Hock. Das neue Gebäude in der Bahnstraße, auf dem Gelände des ehemaligen Aldi-Marktes soll eine U-Form erhalten, der Baukörper soll laut Plan rund 50 Meter lang sein, mit einer maximalen Firsthöhe von 13 Metern. Geplant sind des Weiteren 19 Stellplätze sowie ein Gartenbereich, der vom „Gebäude-U“ eingeschlossen ist und somit einen geschützten Rahmen bietet.

„Wir unterstützen grundsätzlich dieses Bauvorhaben“, signalisierte Manfred Burger für die CDU. Burger wollte allerdings wissen, ob ein Ausbau des Daches auch geplant sei. Dies konnte Hock bejahen, im Dach würden Lager, Wäscherei und die Bettenaufbereitung untergebracht. Eine Tiefgarage sei nicht geplant. Von einer Festschreibung des Baugebietes „Zwischen den Bahnlinien“ als reines Wohngebiet - ein Anliegen, das Erich Keller für die Grünen äußerte - riet Planer Hock ab. „Sie legen sich auch selbst zu sehr fest, die Immissionsanforderungen werden höher, das schlägt sich auf den Einbau von extrem schallschluckenden Fenstern nieder. Im Erschließungsvertrag kann geregelt werden, dass sich hier kein Gewerbe ansiedelt.“

Unterschiedliche Ansichten zur Fassade

Gerd Merget (SPD) und Janek Gola störten sich besonders an der Fassade des Pflegeheims. „Das wird das größte Gebäude Zimmerns“, so die einhellige Meinung. Ein mehr H-förmiges Gebäude schlug Merget vor, damit die 50-Meter-Fassade gebrochen wird. Planer Hock wollte den Mittelbau, der von den beiden Seitenteilen flankiert wird, nicht so weit nach hinten setzen. Begründung: „so werden mehr Flächen versiegelt, der Gartenbereich für die Bewohner wird kleiner und die Wirtschaftlichkeit für den Betreiber nimmt ab“. Dem Vorschlag, eine Rückversetzung des Mittelteils um drei Meter erst im Baufenster festzusetzen, wollten die Gemeindevertreter jedoch nicht folgen. Tenor: „damit haben wir schon schlechte Erfahrungen gemacht“.

Weiter beraten wurde der Punkt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Bürgermeister Achim Grimm wollte den Parlamentariern noch Informationen geben, die noch nicht publik werden sollen. Schriftführer Roland Fröhlich teilte auf Nachfrage unserer Zeitung mit, dass die Ausschussmitglieder sich einstimmig für einen Beschluss der Bebauungsplanänderungen durch die Gemeindevertretung ausgesprochen hätten. Als Änderung zum Planervorschlag sei festgesetzt worden, dass das Gebäude nur als Altenwohn- oder Pflegeheim genutzt werden kann und dass der Mittelteil des Neubaus drei Meter hinter den Seitenteilen liegen muss.

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