Gesellschaft mit Grüngesichtern

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Pfarrer Christian Rauch war einfach umzuwerfen.

Klein-Zimmern - „Blau habe ich leider nicht mehr“, erklärt Laura Grimm bedauernd. So wird das Geistergesicht des siebenjährigen Martin eben grün geschminkt. Von Ulrike Bernauer

Der Junge ist damit durchaus zufrieden und läuft stolz zu seinem Vater, um ihm sein verändertes Aussehen zu zeigen. Der Vater sitzt auf dem Kirchplatz in Klein-Zimmern, isst leckeren Kuchen und bewundert seinen grün-grinsenden Sohn. Die Sonne strahlt, als hätten die Klein-Zimmerner zu ihrem Pfarrfest eine Vereinbarung mit Petrus getroffen. Deshalb ist es auch voll im Zelt auf dem Kirchplatz, man kann fast ein wenig Schutz vor der Sonne brauchen.

Viele kleine und große Zimmerner besuchten bei herrlichem Wetter das Pfarrfest auf dem Kirchplatz. Die Clowns Andreas Kunkel und Fabian Köbel produzierten bunte Tiere.

Die emsige Küchen- und Thekenmannschaft freut sich, dass sie alle Hände voll zu tun hat. Schon beim Mittagessen blieb bei den meisten Klein-Zimmernern die Küche kalt. Gleich nach dem Gottesdienst begaben sich viele auf das Festgelände und verspeisten Steaks, Bratwürste und die unterschiedlichsten, gespendeten Salate. Am Nachmittag gab es zum Kaffee traumhafte Kuchen. Zwischen Kirche und Pfarrhaus vergnügten sich derweil die Kinder. Es gab nicht nur das Schminken, sondern auch ein Trampolin, an dem die Hüpfzeit auf die Sekunde genau mitgezählt wurde, denn zu viele Kinder wollten einmal hoch in die Luft fliegen. Andreas Kunkel und Fabian Köbel waren als Clowns unterwegs und fertigten im bunten Kostüm Luftballontiere, die reißenden Absatz fanden. Bälle nach Holzfiguren konnten die Kinder werfen, neben einem Bären, einer Kuh und einem Bösewicht konnten sie auch auf das Konterfei von Pfarrer Christian Rauch zielen. Ein wenig früher veranstaltete die Klein-Zimmerner Kirchengemeinde in diesem Jahr ihr Pfarrfest. Von Fronleichnam hatte man es auf das eigentliche Kirchweihwochenende verlegt.

Am 1. Mai 1967 war die katholische Kirche von Klein-Zimmern geweiht worden.

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