Glühwein und Kerzen

Groß-Zimmern ‐ Großer Andrang herrscht am Samstag von Anfang an am Stand der Klasse H7a der Albert-Schweitzer-Schule (ASS). Bereits zur Anfangszeit, als die Besucherscharen noch nicht in Massen auf den Adventsmarkt strömen, herrscht hier dichtes Gedränge. Von Ulrike Bernauer

Viel buntes Spielzeug bieten die Jugendlichen an und das können die Weihnachtsmarktbesucher bei ihnen gewinnen. Die Schüler haben bei den Geschäftsleuten in Zimmern fleißig gesammelt und zahlreiche Spenden erhalten. „Das Geld kommt in unsere Klassenkasse“, sagt Marian Herbert, „davon wollen wir Ausflüge finanzieren“.

Kerzen verkaufen die Religionsschüler der Klassen R9a und b. Die sind selber gebastelt und finden guten Absatz. Auch hier soll der Erlös in die Klassenkasse wandern. „Einen Teil wollen wir spenden“, sagt Sophia Franz. „Im Sommer werden wir noch eine Benefizveranstaltung zu Gunsten des Orgelprojekts machen“, kündigt Klassenkameradin Giovanna Lanzalaco an.

Eine bunte Mischung an Ständen - knapp 30 sind es in diesem Jahr - haben sich auf dem Parkplatz hinter dem Glöckelchen angesiedelt. Darunter sind Buden von Vereinen, beispielsweise des FSV, der zum ersten Mal beim Adventsmarkt mitmacht, oder des Fanfarencorps, das bisher fast immer dabei war.

Einige Kerbborschtejahrgänge haben Tische aufgebaut, darunter die des Jahrgangs 1958/59.

Stände von professionellen Anbietern sind auch wieder dabei. Manche verkaufen kunsthandwerkliche Erzeugnisse, die meisten haben Essbares und Getränke im Angebot, hier vor allem Warmes wie den Glühwein, aber auch heißen Apfelwein oder Slibowitz. Sylke Horn gehört zu den privaten Betreibern eines Standes. ChrisMex ist jetzt schon zum siebten Mal in Zimmern dabei. „Wir sind mit unserem Angebot auch schon mal eingegangen beim Adventsmarkt“, erzählt die Betreiberin, „aber wir machen weiter mit, denn es wäre doch schade, wenn es weniger Angebote gäbe. Die Fülle macht schließlich den Flair des Marktes aus“.

Um 17 Uhr eröffnen Bürgermeister Achim Grimm und die beiden Schwarze-Bock-Vertreter Roland Cöster und Matthias Göbel den Weihnachtsmarkt zusammen mit dem Engelchen und dem Weihnachtsmann. Kerbvadder Christian Fröhlich und Kerbmädchen Maria Sardo stecken diesmal in den Kostümen und dazu tragen sie voll Stolz ihre blauen Kappen. Die Farbentreue der Kerbborschte geht sogar so weit, dass der Weihnachtsmann einen blauen Mantel trägt. Folgerichtig wehrt sich auch Bürgermeister Achim Grimm, als ihm jemand aus dem Publikum eine neutrale Kappe heraufreichen will, damit auch er gut behütet sei. Es muss natürlich eine rot-weiße Mütze sein. „Eine andere kommt mir nicht auf den Kopf“, so Grimm heiter. „Das Unterhaltungsprogramm haben wir in diesem Jahr ein wenig runtergefahren“, berichtet Cöster, „wir sammeln schon Kraft für das nächste Jahr, da hat der Adventsmarkt zehnjähriges Jubiläum“.

Entsprechend sind am Samstagabend auf der Bühne keine Vorführungen zu sehen. Einen Abstecher zur Modelleisenbahnausstellung im Glöckelchen können die Advenstmarktbesucher jedoch unternehmen.

Ab 19 Uhr wird es dann richtig feierlich, denn der evangelische Posaunenchor bläst Adventslieder. Am späteren Abend öffnet der Gewölbekeller seine Pforten zur „After-Woinoachtsmarkt-Party“ und im Keller steppt bis spät in die Nacht der Bär.

Leben auf die Bühne kommt dann am Sonntag mit dem Kinderchor der Chorgemeinschaft. Die jüngsten Sänger begeistern die Marktbesucher mit ihren Liedern. „All I want for Christmas“ tanzen die jüngeren TV-Mädchen der Gruppe von Elfriede Burger. Zwei Höhepunkte gibt es dann noch am Sonntag: die Bekanntgabe der Hauptgewinner an der Losbude der ASSler, und die Bescherung der jüngsten Besucher durch den Weihnachtsmann und sein Engelchen.

Kommentare