TGC goes Frankfurt

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Am Samstag zeigten der „Tanz und Gymnastik Club Groß-Zimmern“ (TGC) und die „Formation Imago“ aus Ueberau spektakuläre Darbietungen.

Groß-Zimmern - Die Zimmerner waren die ersten Zuschauer, ein nationales, vielleicht sogar internationales Publikum wird folgen. Am Samstag zeigten der „Tanz und Gymnastik Club Groß-Zimmern“ (TGC) und die „Formation Imago“ aus Ueberau spektakuläre Darbietungen in der Mehrzweckhalle. Von Ulrike Bernauer

Die Tanz- und Gymnastikvorführungen werden beim deutschen Turnfest in Frankfurt vom 30. Mai bis 5. Juni entweder Wettkampfbeiträge sein oder als Showbeiträge im Rahmenprogramm des Turnfestes getanzt.

Bilder von der Tanz- und Gymnastikvorführung

TGC goes Frankfurt

Gardy Pasewald, Trainerin und Choreografin vieler Beiträge, führte durch das bunte Programm, das das ganze Altersspektrum des erfolgreichen Vereins zeigte. Den Auftakt machten die Allerjüngsten von drei bis fünf Jahren, die mehr durch ihre niedliches Aussehen im rosa Ballett-Tütü als durch ihr großes Können bestachen. „Nur wer früh anfängt, kann auch später richtig Erfolge einheimsen“, sagte Moderatorin Pasewald.

Zwei der erfolgreichsten Gymnastinnen haben ebenfalls schon früh beim TGC mit dem Trainieren begonnen, Julia Gipper aus Ober-Ramstadt (zum TGC kommen Mädchen aus der näheren und ferneren Umgebung) und die Zimmernerin Johanna Wind. Die beiden haben als Duo schon etliche Erfolge eingeheimst, zweimal in Folge wurden sie hessische, deutsche und zuletzt Europameisterinnen. Sie boten dem Publikum in der Mehrzweckhalle eine absolut beeindruckende Vorstellung, in der sie ihre schier unglaubliche Gelenkigkeit unter Beweis stellten.

Beeindruckend war auch der Gruppentanz von Kalliope, der Wettkampfgruppe 18 Jahre und älter. Zweimal traten die Damen auf die Bühne mit ihrem Wettkampfbeitrag und mit dem Tanz „Quick change“. Wobei die Gymnastinnen nicht nur tolle Bilder stellten, ihre Beweglichkeit und tolle Sprünge zeigten, sondern während der Vorführung auch noch ihr Outfit von grauer Maus in farbenfrohe Tänzerin veränderten. Diese Darbietung war ganz offensichtlich nicht nur hohe Tanz- und Gymnastik-, sondern auch größte Schneiderkunst.

Verantwortlich für die Kostüme ist Ingrid Pasewald, die das Programm aber nicht nur durch ihre Schneiderei bereicherte. Sie trat mit den Oldies des Vereins auf, der Gruppe Kokopelli, die als Clowns und mit einem witzigen Tango für etliche Lacher sorgten. Einfalls- und Ideenreichtum stehen bei diesen Tänzerinnen mit einem Tänzer im Vordergrund und nicht mehr das gymnastische Können. Schließlich ist das Alter der Gruppenmitglieder 50 plus und reicht bis zu 70 Jahren.

Die Seniorinnen - im Tanz- und Gymnastikbereich beginnt das ab 30 plus - zeigten eine unglaubliche Präzision im Umgang mit Bällen, Reifen und Bändern. So schnell konnte das Auge gar nicht folgen, wie die Reifen durch die Luft wirbelten und meist von einer anderen Gymnastin wieder aufgefangen wurden. Und das nicht unbedingt nur mit der Hand, der Fuß oder der ganze Körper kamen beim Fangen zum Einsatz.

Nach weiteren zahlreichen Darbietungen von Gymnastinnen jüngerer Altersgruppe kam der Höhepunkt, der auch das Ende einläutete. „Das gibt es nur alle vier Jahre zum deutschen Turnfest zu sehen“, kündigte Gardy Pasewald an.

Die drei Gruppen Ferentis, Kalliope und Imago aus Ueberau vereinten sich zu einem formidablen Showtanz, bei dem ausnahmsweise auch drei Männer mittanzten. Man hätte allerdings eine Vielzahl von Augen benötigt, um das ganze Geschehen verfolgen zu können.

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