Wohnhaus, Ställe und Nutzräume sind schon verschwunden

Golfakademie ist beschlossene Sache

Groß-Zimmern (guf) ‐ Es muss nicht immer Streit geben. Am Dienstag haben die Kommunalpolitiker ohne weitere Diskussion dem Satzungsbeschluss für die Golfakademie zugestimmt. Inzwischen wurden die Gebäude des ehemalige Aussiedlerhofes neben dem Golfplatz abgerissen. An seiner Stelle sollen ein Haupthaus mit Appartements zur Übernachtung für Teilnehmer von Golfseminaren sowie Funktionsbereiche für den Golfbetrieb errichtet werden.

Geplant sind unter anderem ein großer Saal, Wellnessbereiche, Funktions-, Lager- und Geräteräume sowie Indoor-Golf für das Wintertraining. Innerhalb der östlichen Teilflächen des Plangebietes sollen zudem einzelne Wohngebäude entstehen.

Mit dem Satzungsbeschluss wurde eine Änderung des ursprünglichen Plans von Eigentümer Bernd Pullmann und Investor Peter Kolb umgesetzt. Es hatte sich gezeigt, dass die schriftlichen Festsetzungen im Bebauungsplan bezüglich der künftigen Nutzer und Erwerber der Wohngebäude zu eng gefasst waren. Demnach wären nur Betriebsleiter, Inhaber und Mitarbeiter in Frage gekommen.

Die Finanzierung war gefährdet, da Kreditgeber Probleme für den Fall sahen, wenn Wohnungseigentümer im Laufe der Rückzahlung von Darlehen die Voraussetzungen des Bebauungsplanes nicht mehr erfüllen. Zudem hätte es Schwierigkeiten bei einer Übertragung von Wohnungseigentum gegeben.

Mit dem Satzungsbeschluss steht dem Projekt Golfakademie nun nichts mehr im Wege. Die Anlage wird künftig den rund 650 000 Quadratmeter großen Golfplatz am Ortsrand ergänzen.

Die CDU-Fraktion will prüfen lassen, ob man in der Gemeinde Windelcontainer aufstellen könnte (wir haben berichtet). Mehrheitlich wurde entschieden, Kontakt zu Weiterstadt aufzunehmen, denn dort gibt es bereits ein entsprechendes Angebot. Umliegende Gemeinden waren in früheren Jahren bei diesem Ansinnen an der Kostenfrage gescheitert.

„Der ZAW ist nicht der richtige Ansprechpartner“, meinte Gemeindevertreter und Verbandsmitglied Janek Gola. Marianne Habedank (SPD) regte an, doch einmal beim Seniorenpflegeheim „Gersprenz“ nachzufragen, wie dort die Entsorgung geregelt ist. Claus Rosendahl (SPD) erinnerte daran, dass im Zuge des Haushaltssicherungskonzeptes auch Belastungen Bedürftiger beschlossen wurden und betonte: „Das wäre eine zusätzliche freiwillige Leistung, die beim defizitären Haushalt kaum durchsetzbar sein wird.“

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