Das Grauen acht Tage vor dem Fest der Feste

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Hautnah erlebte das Publikum den Kneipenschwank mit dem Schwarzen Bock. Einige saßen sogar auf der Bühne.

Groß-Zimmern (wd) ‐ „Panik am Stoammdisch“ und helle Freude beim Publikum herrschte am Wochenende in der „Zimmerner Bock-Arena“. An drei Tagen ließ die Theatergruppe des Schwarzen Bock das „Grauen aus Dieburg“ nach Groß-Zimmern kommen - und das acht Tage vor der Kerb.

Dabei spielte die Mutter der Kompanie und Dorfwirtin Erna „Ebbelboam“ (Matthias Göbel) sein gesamtes Talent in der Doppelrolle als Wirtin Erna, wie auch als Metzgergeselle Roland aus. Mit perfekter Mimik und immer wieder äußerst schlagfertig meisterte er das Geschehen im „Münchner Hof“, in den viele fleißige Helfer die Bühne verwandelt hatten. Dabei hatte es Erna jedoch vor allem mit ihrem Gatten Otto nicht immer einfach. „Der schnorscht un hengt do wie en Kartoffelsack“, musste Erna zu Beginn feststellen. Doch es dauerte nur kurz bis Ehemann Otto, alias Roland Cöster, zur vollen Lebensfreude erblühte. So richtig munter wurde er, als Stammgast Erwin (Jurek Osinski) völlig aufgelöst in die Kneipe kam und das Grauen aus Dieburg nun richtig seinen Lauf nahm.

Bedienung Bärbel, mit Erwin liiert und wohl kein Kind von Traurigkeit, erwartete im Rochus gerade ihren Nachwuchs. Alles kein Problem, wäre da nicht die Prophezeiung der Kartenleserin gewesen. Sie gab Erwin mit auf den Weg, dass der Kindesvater sterben würde, wenn das Kind „en Bu wird“. Von dieser Nachricht war nicht nur Erwin, sondern auch Wirt Otto geschockt.

„Boal werb ich im kiele Grund leije“

Wer was wie loang ich noch in de waorm Stuwwe sitze konn, boal wern ich im kiele Grund leije“, hatte bald darauf auch Münchener Hof Stammgast Lui (Klaus Zahn) große Bedenken die kurz bevorstehende Geburt des „Grauens aus Dieburg zu überleben. Opa Reinhold Reinhard, der still über zwei Stunden in der Ecke saß und Krippenfiguren schnitzte, hatte für die Nachricht nur ein mildes Lächeln übrig.

Perfekt spielte auch Franziska Göbel ihre Rolle als Kurschatten, die sich auf der Suche nach ihrem Geliebten hoch amüsante Geschichten über die Zimmerner Kerb anhören musste, aber leider auch nach wiederholten Versuchen nicht fündig wurde.

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