Viele Berufspendler und Schüler vom Ausstand betroffen

Groß-Zimmern: Busfahrer streiken am Montag

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Am Montag werden kaum Busse in Zimmern fahren.

Groß-Zimmern - Größere Unannehmlichkeiten stehen den Pendlern in Groß-Zimmern bevor. Die DB Busverkehr Hessen GmbH (BvH) betreibt hier die Linien 672, 673, 679 und 682 und wird ab Montag (9.) bestreikt.

Wer zur Schule oder Arbeit kommen will, kann mit der Linie 671 bis zum Sauer-Kreisel in Dieburg (L 3115) fahren und von dort über die B-26-Brücke laufen. Auch Fahrgäste mit Ziel Gundernhausen müssen in Roßdorf an der Haltestelle OHI ein Stück zu Fuß laufen und auf eine andere Linie umsteigen. Wie Ilona Jäger, Sprecherin der Nahverkehrsgesellschaft Dadina, mitteilte, wird die übrige Region von drei Busunternehmen – Winzenhöler, Jungermann sowie Spahn und Roth – bedient, deren Fahrer sich aller Voraussicht nach nicht an dem Streik beteiligen werden. „Groß-Zimmern wird stark betroffen sein. Wir wissen noch nicht, was konkret bestreikt wird, aber es kann sein, das die Gemeinde komplett nicht bedient wird“, sagte Dadina-Sprecherin Jäger. Das Busunternehmen Winzenhöler ist zwar ein Zimmerner Traditionsbetrieb, aber für die Fahrten in der Gersprenzgemeinde ist eine andere Firma zuständig. Schade für die Fahrgäste, denn während Winzenhöler nicht bestreikt wird, sind sie nun vom Ausstand der Fahrer betroffen.

Im Osten des Landkreises Darmstadt-Dieburg mit den Zentren Dieburg, Babenhausen und Groß-Umstadt werden die für Montag angekündigten Bus-Streiks am Montag nämlich kaum bemerkbar sein. In Mitleidenschaft gezogen sind nach derzeitigem Stand lediglich Münster und Eppertshausen, wo die Linien 674 und 684 ausfallen. Als Alternative schlägt die Dadina hier die Zuglinie RB75 bis zum Dieburger Bahnhof vor. Dort könne es mit der Zuglinie RE61 Richtung Frankfurt bis zu den Bahnhöfen Münster und Eppertshausen weitergehen. Chaotisch dürfte die Situation in der Stadt Darmstadt werden, wo voraussichtlich alle Buslinien des HEAG-Verkehrskonzerns ausfallen. 80 Busse sollen im Depot bleiben.

Verdi macht mit Warnstreiks Druck

Die Dadina verweist für Alternativen auf das Servicetelefon des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) unter Tel. 069/24248024 sowie ihren Internetauftritt. Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter privater Busunternehmen ab Montag zum unbefristeten Streik aufgerufen. Besonders betroffen sind die Städte Frankfurt, Offenbach, Hanau und Darmstadt, aber auch weite Teile des restlichen Rhein-Main-Gebiets. Hintergrund sind die Verhandlungen von Verdi mit dem privaten Busverkehrsverband über einen neuen Entgelttarif- und den Manteltarifvertrag. Die Gewerkschaft fordert eine stufenweise Anhebung des Stundenlohns von zwölf auf 13,50 Euro, Verbesserungen bei der Pausenregelung und einen zusätzlichen Urlaubstag.

Der Streik wird besonders Schüler treffen, denn am Montag ist der erste Schultag nach den Ferien. Die Busunternehmer – der Verband vertritt 170 private Betriebe – kritisieren die Gewerkschaft deshalb heftig. (re/guf)

Weitere Informationen zum Verdi-Streik.

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