Gäste mit großem musikalischem Repertoire

Furios zum 50. Geburtstag: Groß-Zimmern feiert Jubiläum

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Die Trommler des Fanfarenzugs Groß-Zimmern boten ein prächtiges Bild. 

Das Groß-Zimmerner Fanfarencorps feierte Jubiläum und hatte Gäste mit großem musikalischem Repertoire eingeladen.

Groß-Zimmern – Ein furioses Programm hatten sich die Musiker des Fanfarencorps für ihren Auftritt zum 50-jährigen Bestehen am Samstag in der Mehrzweckhalle einfallen lassen. Insgesamt fünf Gäste aus unterschiedlichen Genres der Blas- und Fanfarenmusik hatten sie sich eingeladen. Das Publikum war folglich begeistert.

Allerdings benötigte es auch Sitzfleisch, die musikalische Geburtstagsfeier, die um 18.30 Uhr begann, endete erst nach 23 Uhr. Zwischendurch gab es bei einzelnen Gruppen und auch beim großen Finale, als alle Gruppen zusammen auftraten, stehende Ovationen.

In zwei Teile war das Konzert getrennt, zuerst konnten sich die Zuschauer über einen konzertanten Teil freuen. Die Gruppen, darunter waren das Sinfonische Blasorchester Eichen/Erbstadt, der Fanfarenzug Kronberg, der Spielmanns- und Fanfarenzug Altenstadt, der Fanfarenzug Hansa Gießen und natürlich der Gastgeber, das Fanfarencorps Groß-Zimmern. Im zweiten Abschnitt, dem Showteil mit viel Bewegung, waren dann nur noch zwei Gruppen aus dem ersten Teil dabei, die Musiker aus Altenstadt und Groß-Zimmern. Dazu kamen dann noch die Ried Pipers, als kleinste Gruppe mit vier Musikern und das Marching Devils Drumcorps Darmstadt.

Schon im ersten Abschnitt konnten die Zuhörer sehr unterschiedliche Musik hören. Das Sinfonische Blasorchester Eichen zeigte eine große Bandbreite mit Filmmusik, Konzertmärschen und populären Melodien. Es konnte noch mit einer Besonderheit aufwarten, mit der Solo-Geigerin Sophie Bender und Jürgen Spamer am Dudelsack. Das schottische Instrument konnten die Zuhörer auch bei den Ried Piepers hören, die aus Gernsheim kommen. Auch sie zeigten eine große Bandbreite, sie hatten beispielsweise den Hit „We will rock you“ der Rockband Queen für Dudelsack, Snare und Bass Drum adaptiert. Ausgezogen sind sie dann mit dem Volkslied „Muß i denn zum Städtele hinaus.“

Der Fanfarenzug Gießen hatte mit „Smoke on the water“, „Mambo“ oder „The Shoop Shoop Song“ auch nicht gerade die Klassiker der Fanfarenmusik auf dem Programm. Mit einer Polka und einem Dixieland näherte sich der Fanfarenzug Kronberg eher den klassischen Stücken, die auch von einem Bläserchor gespielt werden können. Viele der Gruppen sind auch auf nationaler Ebene schon groß rausgekommen, so wurden die Musiker aus Altenstadt 2006 und 2012 Deutscher Meister des Verbandes für Fanfaren-, Spielmanns-, Hörner und Musikzüge.

Der Fanfarenzug Groß-Zimmern zeigte seine Jubiläumsshow.

Dass sie auch bestens spielen können, wenn sie marschieren und sich immer wieder zu neuen Formationen aufstellen, bewiesen sie im Showteil. Hier riss es die Zuschauer zum ersten Mal von den Bänken bei den eindrucksvollen Bildern, die die Altenstädter immer wieder neu schafften. Beeindruckend auch die große Zahl an Musikern, die die des Fanfarencorps Groß-Zimmern doch noch übertraf. Ein ganz anderes Genre zeigten die Marching Devils. Sie kamen nur mit Schlagwerk in die Halle, punkteten aber nicht nur mit dem genauen Takt, sondern auch mit viel Licht. Teils leuchteten die Trommeln beim Schlag, teils sandten die Schlagstöcke Lichtbotschaften aus.

Mit leuchtenden Schlagstöcken konnten auch die Trommler des Fanfarenzugs Groß-Zimmern aufwarten, beim konzertanten Teil wurden sie von Markus Adam geleitet. Für ihren bestens durchchoreografierten Showteil hatten sie allerdings Florian Neumann verpflichtet, der den Regiestock schwang. Die Groß-Zimmerner durften als letztes auftreten und ihre Jubiläumschoreografie zeigen und konnten dann zuschauen wie sich die Halle füllte, als alle Gruppen dann noch einmal vor den Zuschauern aufmarschierten. Zwei gemeinsame Stücke durfte das Publikum dann noch beklatschen, was es auch ausgiebig tat.

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