Start ins Jubiläumsjahr

Kerbverein begrüßt viele Besucher zum Neujahrsempfang

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Der Kerbborschte-Jahrgang 2000/01 macht sich auch gut als Thekenmannschaft.

Der Neujahrsempfang des Kerbvereins ist mittlerweile eine schöne Tradition, natürlich durfte auch im 40. Jahr des Bestehens die Begrüßung des neuen Jahres 2020 nicht fehlen.

Groß-Zimmern – Mark Pullmann, aktuell im Vorstand, begrüßte die zahlreichen Gäste und erinnerte an die Anfänge vor vier Dekaden. Er nannte die zwölf Gründungsmitglieder, von denen der ein oder andere auch anwesend war, und dankte ihnen für ihr Engagement und ihr Verantwortungsbewusstsein. Pullmann benannte den Verein notwendig zur „Erhaltung und Förderung des Groß-Zimmerner Kirchweihbrauchtums“.

Einen Verein, der es auch im kerbbegeisterten Groß-Zimmern nicht immer ganz leicht gehabt habe, mittlerweile aber den Kinderschuhen entwachsen sei und seinen eigenen Charakter ausgebildet habe. „Der Verein lernte mit Regeln zu leben, nahm sich Ziele vor und erreichte die meisten auch.“ Pullmann schaute aber nicht nur zurück, sondern auch in die Zukunft. Er freute sich auch besonders, mit Enno Schulmeister das jüngste Mitglied des Kerbvereins zu begrüßen. Enno Schulmeister, gerade elf Monate alt, konnte mit dem Applaus aber nicht so viel anfangen. Seine Eltern Bettina und Michael dafür umso mehr, letzterer teilt sich mit Pullmann den Posten des Vorsitzenden.

Pullmann rief aber auch zu Spenden auf, und zwar für einen ganz speziellen Verwendungszweck. Die Kinder- und Jugendabteilung wird am 16. Februar erstmals beim Kinderumzug mitlaufen. Damit die Kleinen auch ausreichend zum Werfen haben, wurde eine Kinderkerbborschtekappe unter den Gästen herumgereicht. Aber auch die Erwachsenen werden sich mit insgesamt drei Gruppen am Dieburger Fastnachtszug beteiligen: Die Kerb Dixie Stompers aufspielen auf, die Kerbumzugsgruppe und auch der Vorstand des Vereins laufen mit.

Das jüngste Mitglied des Kerbvereins ist Enno Schulmeister, hier mit Mama Bettina und zwei Fans.

Das rief den ehemaligen Pressewart des Karnevalvereins Dieburg (KVD), Wolfgang Dörr, auf den Plan beziehungsweise an das Rednerpult. „Ich komme seit 50 Jahren gerne nach Groß-Zimmern, früher habe ich mich rüber geschlichen, heute komme ich ganz offiziell.“ Das bekräftige auch Clemens Geiß: Die einstigen Animositäten, die manchmal auch zu regelrechten Feindschaften ausuferten, habe man hinter sich gelassen. Im Jahr 1988 habe er sich mit Heinz Held und von Dieburger Seite eben mit Dörr und Karlheinz Braun, ebenfalls KVD, zum Grillen getroffen und man habe beschlossen, eine Annäherung der beiden Vereine herbeizuführen. „Damals wurde zwischen den Großmächten das Ende des Kalten Krieges ausgerufen, wir beschlossen, uns dem anzuschließen“, erklärte Geiß am Rande der Veranstaltung.

Friedrich Faust überbrachte im Namen des Bürgermeisters Achim Grimm die Grüße der Gemeindevertretung. Er lobte vor allem das große ehrenamtliche Engagement des Vereins und wies auf die vielen Stunden hin, die aufgewendet würden. Er erinnerte ebenfalls an die Gründung, die zwölf Männer der ersten Stunde hätten den evangelischen Pfarrer Michael Merbitz-Zahradnik schon einmal zum Vergleich mit den „12 Aposteln“ veranlasst. Jedenfalls habe der Kerbverein viel in Groß-Zimmern bewegt und das nicht nur in Sachen Kerb. Faust machte auf den Jahrgang 2000/01 aufmerksam, der mit voller Manpower ganz in Rot hinter der Theke dafür sorgte, dass es den Gästen des Neujahrsempfangs an nichts mangelte.

Mark Pullmann begrüßte die Gäste des Neujahrsempfangs des Kerbvereins.

Was ebenfalls bei diesem Neujahrsempfang nicht fehlen durfte, waren die Sternsinger. Sie füllten den Gewölbekeller mit viel Weihrauch, sangen einige Lieder und gaben dem Gebäude ihren Segen.

zba

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