Gemeindevertretung

Kunstrasen noch nicht vom Tisch

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Der gemeindeeigene Sportplatz zwischen dem Hallenbad und der Albert-Schweitzer-Schule ist zumindest für den Jugendsport absolut notwendig.

Die Zili wollte das Projekt für den gemeindeeigenen Sportplatz in Groß-Zimmern abblasen lassen – fand in der Sitzung der Gemeindevertretung jedoch keine Mehrheit.

Groß-Zimmern – Das Thema Kunstrasen für den gemeindeeigenen Sportplatz zwischen Hallenbad und der Albert-Schweitzer-Schule hatte es schon einmal im September auf die Tagesordnung der Gemeindevertretersitzung geschafft. Damals hatten die Grünen sich gegen einen Kunstrasenplatz ausgesprochen. Kurz vorher hatte die Europäische Union eine neue Gesetzgebung angekündigt, mit der vor allen Dingen dem Einstreugranulat, das regelmäßig erneuert werden muss und sich dann als Mikroplastik in der Umwelt anreichert, Einhalt geboten werden soll.

Damals wurde der Antrag verschoben, mit der Maßgabe, dass sich der Magistrat mit dem Thema beschäftigen und schlau machen solle. Die unabhängige Zimmerner Liste (Zili) brachte den Kunstrasen bei der letzten Gemeindevertretersitzung des Jahres 2019 noch einmal zur Sprache: Der Kunstrasenplatz solle abgeplant und die dafür eingeplanten finanziellen Mittel anderweitig verwendet werden. „Ein solcher Platz verursacht sowohl hohe Investitions- als auch Unterhaltungskosten, bei der Pflege zu verwendende Hilfs- und Streumittel stehen in der Kritik des Umwelt- und Naturschutzes“, führte die Zili in ihrem Antrag aus. Dieser wurde mit knapper Mehrheit jedoch abgelehnt.

Bürgermeister Achim Grimm (CDU) hatte vorher erklärt, dass der Platz einer Sanierung bedürfe und dass man ihn vor allen Dingen für den Jugendsport benötige, egal ob er nun als Kunstrasen- oder Rasenplatz neu angelegt oder saniert werde. Grimm machte auch darauf aufmerksam, dass es für den Kunstrasenplatz auch Fördermittel über die „Soziale Stadt“, das Städtebauförderungsprogramm des Bundes, gebe. Gleichzeitig fiel den Gemeindevertretern auch auf, dass die Informationen, die man schon nach der letzten Gemeindevertretersitzung einholen wollte, eben noch nicht erfragt wurden. Das soll nun nachgeholt werden.

VON AGNES BADENER

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