Landesmittel für bessere Wasserqualität

747.000 Euro für die Kläranlage

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Freuen sich über den Geldsegen: Bürgermeister Achim Grimm und Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid.

Groß-Zimmern - Landesmittel in Höhe von 747.000 Euro für die Ertüchtigung der Kläranlage überreichte am Montag Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid an Bürgermeister Achim Grimm. Von Gudrun Fritsch 

Besichtigung der Kläranlage: Auf der Wiese im Hintergrund wird ab Herbst die Erweiterung entstehen.

Nein, angesichts des zu erwartenden, wohl größtmöglichen Förderbetrages für die Erweiterung der Kläranlage habe er keine schlaflose Nacht verbracht, sagte Bürgermeister Achim Grimm am Montag im Tagungsraum der Kläranlage. „Ich hatte einen Traum“, begann er seine Rede, in der er sich für die Unterstützung des Regierungspräsidiums und anderer Institutionen bedankte. „Brigitte Lindscheid kam mit der Straßenbahn nach Zimmern, um den Förderbescheid zu überreichen“, bechrieb Grimm lächelnd. Auch die Grüne Regierungspräsidentin, einst Vorsitzende des Darmstädter Verkehrsausschusses, hätte sich gefreut, wenn die Zugverbindung zustande gekommen wäre, betonte sie vor dem versammelten Gemeindevorstand, Parteipolitikern, Mitarbeitern der Kläranlage sowie Planern des Projektes.

„Die Erweiterung der Kläranlage und die Verbesserung der Abwasserbehandlung werden sich positiv auf die Wassergüte der Gersprenz auswirken“, sagte Lindscheid. Damit komme man dem Ziel ein Stück näher, den Gewässerzustand insgesamt zu verbessern. Die Verbesserung der Abwasserreinigung in Kläranlagen leiste hierzu einen wichtigen Beitrag. Die Erweiterung der Zimmerner Anlage (Bericht folgt) durch eine zweite Straße zur Abwasserbehandlung unter Verwendung effektiver Steuerungs- und Regelungstechnik wird in naher Zukunft die Nährstoffeinträge wesentlich verringern und damit die Gersprenz entlasten. Deshalb konnten die Maßnahmen aus dem Finanzierungsprogramm des Landes Hessen zur Optimierung kommunaler Kläranlagen gefördert werden. Allerdings muss die Kommune einen gewichtigen Beitrag der insgesamt 3,7 Millionen Euro selbst schultern, da die Förderquote auf 45 Prozent der Gesamtkosten beschränkt ist.

Günther Göckel vom RP erläuterte, dass nach den Ausschreibungen im Sommer voraussichtlich im Herbst bereits der Spatenstich erfolgen kann. Nach einem Jahr Bauzeit könnte die erneuerte Anlage dann in Betrieb gehen und die Gemeinde somit die bis spätestens Ende 2015 geforderten verschärften Grenzwerte einhalten.

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