Planungs- und Umweltausschuss

Betriebserweiterung in der „Waldstraße 80“

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Groß-Zimmern - Fast drei Stunden dauerte am Montag die Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses im Rathaus. Trotz heftiger Diskussion längst nicht so spannend wie das WM-Finale. Von Gudrun Fritsch 

Ob sein Beitrag nun zeitlich einer Verlängerung oder gar einem Elfmeterschießen gleichkäme, das fragte so mancher Gastredner am Montagabend beim Planungsausschuss im Rathaus. Wahrscheinlich als eine Art Nachwirkung der bis in den späten Abend reichenden, oft spannenden WM-Finalspiele lief auch im Ausschuss die Diskussion um die Bebauungspläne bis kurz vor 23 Uhr. „Ich bitte darum, bei ähnlich vollgeladenen Tagesordnungen künftig keinen Informationsvortrag mit aufzunehmen“, forderte Gerd Merget (SPD) zum Schluss der Sitzung vom Ausschussvorsitzenden Jost Scharna (CDU). Gemeint waren die informativen, aber zeitlich nicht sonderlich drängenden Erläuterungen über Energieeffizienz kommunaler Gebäude.

Zügig wurde dann über Flächennutzungs- und Bebauungspläne in der Waldstraße 80 entschieden. Den Ausschussvorsitz übernahm hierbei Scharnas Stellvertreter Chris Kowal (SPD). „Ein ortsansässiges Gewerbe“ beabsichtigt auf dem Forstfiskalischen Grundstück in der Waldsstraße 80 eine Erweiterung des Betriebes. Zur Umwandlung der gegenüberliegenden Wiesenfläche wurde von der Gemeindevertretung bereits ein Aufstellungsbeschluss gefasst. Wegen der positiven Geschäftsentwicklung müsste die Firma nun früher als erwartet mit der Erweiterung beginnen.

71,25 Euro pro Quadratmeter

Vor dem eigentlichen Baugrundstück, das der bisherige Eigentümer Hessen Forst bereits im Mai an die Firma verkauft hat, besitzt die Gemeinde einen gut 1000 Quadratmeter großen Geländestreifen. Die Gemeindevertretung wird am Dienstag, 22. Juni, darüber entscheiden, ob das Grundstück für 71,25 Euro pro Quadratmeter an die Firma verkauft werden soll. Die Fachleute vom Planungsbüro für Städtebau berichteten, dass die Einwände aus der Nachbarschaft gegen den Bau der geplanten 3 150 Quadratmeter großen und maximal zehn Meter hohen Lagerhalle ausgeräumt werden konnten.

Ein Lärmgutachten habe ergeben, dass bei 14 LKW-Anfahrten täglich zwischen 6 und 22 Uhr die Immissionsrichtwerte unterschritten würden und dem Schallschutz ausreichend Rechnung getragen werden könnte. Regelungen bei den Umweltbelangen kritisierte Erich Keller (Grüne). Auch wenn beim Artenschutz wohl kein Ameisenbläuling und keine Helm-Azurjungfer betroffen sind, betrachtet er die Ausgleichsmaßnahmen für Wiese und Gehölz als unzureichend, da diese dem Öko-Konto von Hessenforst nicht vor Ort, sondern in Kleestadt (Groß-Umstadt) gutgeschrieben werden sollen.

Ausschuss berät heute über Verkauf des Gemeindegrundstücks

Die anderen Ausschussmitglieder befürworteten die Pläne ebenso wie die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans Waldstraße 80. Der Haupt- und Finanzausschuss wird heute unter anderem über den Verkauf des Gemeindegrundstücks in der Waldstraße 80 beraten. Die öffentliche Sitzung im Erdgeschoss des Rathauses beginnt um 20 Uhr.

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