Ökumenische Palmsonntagsprozession

Grautier kam am Stecken

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Nach einer ökumenischen Palmsonntagsfeier auf dem roten Platz zogen die Gläubigen zur evangelischen Kirche, wo sich die beiden Gemeinden dann trennten.

Groß-Zimmern - Feierlich ging es am Palmsonntag auf dem Roten Platz zu. Die evangelischen und katholischen Christen begingen die Palmsonntagsfeierlichkeiten gemeinsam. Von Ulrike Bernauer 

Farbenprächtig war der Platz vor dem Rathaus am Palmsonntag, wurden doch viele Fahnen mitgetragen und die Kinder hatten bunte Palmwedel in der Hand.  Mit Michael Fornoff, Michael Merbitz-Zahradnik und Christian Rauch begrüßten drei Pfarrer die Gläubigen beider Konfessionen, der vierte im Bunde war Diakon Martin Gölz. Abwechselnd sprachen sie und erzählten die Geschichte von Jesus Einzug in Jerusalem. „Hosianna“ hieß es mehrfach und vor allem die zahlreichen Kindergarten- und Schulkinder freuten sich, ihre Palmwedel dazu in die Luft zu recken.

Während in der Gemeinde viele Gläubige in Ermangelung von echten Palmwedeln Buchsbaumzweige in den Händen hielten, hatten die Kindergartenkinder bunte Palmwedel in den Händen. Sie waren aus Krepppapier gefertigt und erfreuten die Kinder ganz offensichtlich sehr.

Esel diesmal nur aus Papier

In Ermangelung eines echten Esels hatten die Kindergartenkinder ein Grautier gebastelt und zeigten so Jesu Einzug nach Jerusalem.

„Eigentlich wollten wir heute einen großen Esel hier haben, schließlich ist Jesus auf einem Grautier in Jerusalem eingeritten“, erklärte Pfarrer Fornoff. „Aber da das nicht möglich war, freuen wir uns, dass heute zumindest ein Steckenesel da ist, den die Kindergartenkinder gebastelt haben.“ Den Einzug nach Jerusalem spielten die jüngsten Gläubigen dann mit ihrem Papieresel nach. Pfarrer Rauch segnete die Gläubigen mit Weihwasser und dann war der gemeinsame Teil der Palmsonntagsgottesdienste auch schon fast beendet. In einer großen Prozession zogen die Gemeindemitglieder beider Konfessionen bis zur evangelischen Kirche. Dort wurde Rauch mit drei Flaschen Rotwein als Geschenk für die Gemeinde bedacht. „Wir Katholiken sind etwas sparsamer im Umgang mit dem Messwein, deshalb wird uns der wohl bis Pfingsten reichen“, erklärte Rauch in seinem Dank. Für die evangelische Gemeinde gab es ein altes Segensgebet als Gabe.

Pfadfinder sammelten für die Jahresaktion

Während die katholische Gemeinde noch einige Schritte bis zu ihrer St. Bartholomäuskirche gehen durfte, strömte die evangelische Gemeinde in die Kirche. Im ganz besonderen Palmsonntagsgottesdienst wurden die neuen Konfirmanden vorgestellt.

Vor der katholischen Kirche hatten sich schon die Pfadfinder aufgestellt, die mit ihrer Flinki-Aktion wieder für die Jahresaktion sammelten. Ostereier und Flinkis - das sind kleine Hasen aus Hefeteig, ihren Namen bekamen sie bei der ersten Aktion, die flinke Hände, flinke Füße hieß - verkauften die Pfadfinder nach dem Gottesdienst. „In diesem Jahr heißt das Motto unserer Jahresaktion ,Nix Besonderes’,“ erklärte Yannick Christiansen. „Wir werden in diesem Jahr Zeltplätze so gestalten, dass sie auch für Menschen mit Behinderungen nutzbar sind.“

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