Senioreneinrichtung Gersprenz feiert 15-jähriges Bestehen

Gesang und Tanz zum Jubiläum

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Beim Jubiläumsfest der Gersprenz-Senioreneinrichtung wurden die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter mit einem Blumenstrauß bedacht.

Groß-Zimmern - Das alljährliche Sommerfest der Gersprenz-Senioreneinrichtung ist immer ein Highlight. Am Samstagnachmmitag wurde es noch größer gefeiert, denn das Haus besteht nunmehr seit 15 Jahren.

Im August 2002 wurde es fertiggestellt und im gleichen Monat zogen die ersten Bewohner ein. 42 Plätze hat das Groß-Zimmerner Gersprenz-Haus und ist damit die kleinste Einrichtung des Gersprenz-Kleeblattes. Angelika Dahms, Kreisbeigeordnete der SPD, sprach in Vertretung des Landrates und ließ die Geschichte der Gersprenz noch einmal Revue passieren. 1996 wurde die Seniorendienstleistungs GmbH Gersprenz gegründet, in Reinheim wurde 1999 das erste Haus mit 62 Pflegeplätzen errichtet. 2002 folgte Groß-Zimmern, 2008 wurde das Haus in Münster mit 60 Plätzen errichtet und schlussendlich 2012 das Haus in Groß-Umstadt mit 72 Plätzen fertiggestellt.

„Viele Menschen, ob Bewohner, Besucher oder Mitarbeiter gingen und gehen seither in diesem Hause ein und aus und verleihen ihm eine Seele und eine ganz eigene besondere Atmosphäre“, sagte der Geschäftsführer Rolf Theissen in seinen Grußworten, „es ist ein offenes Haus, in dem gearbeitet, gelacht, gegessen, getrunken, gestritten, gefeiert, geweint, geschlafen und gestorben wird.“ Bürgermeister Achim Grimm erklärte: „Für Groß-Zimmern war es damals die richtige Entscheidung, sich dem Kleeblatt-Verbund anzuschließen.“

Mit dem Blick auf eine immer älter werdende Gesellschaft, blieben die Themen Wohnen, Leben und Pflege im Alter ganz oben auf der Liste. Der ständige Wandel und auch die stetigen gesetzlichen Veränderungen stellten allerdings die Leitung, Mitarbeiter und die vielen ehrenamtlichen Helfer immer wieder vor neue Herausforderungen. Grimm dankte in diesem Zusammenhang auch der Einrichtungsleiterin, Ursula Fiebach, für die gute Zusammenarbeit in und mit der Gemeinde. Der Bürgermeister sprach auch die Turbulenzen an, in die die Senio durch den Neubau in Groß-Bieberau geraten sei, und mahnte eine gute Zukunftslösung nicht nur für die Bewohner der Einrichtungen sondern auch für die über 200 Mitarbeiter der Gersprenz an.

Einrichtungsleiterin Fiebach gab einen Überblick über die Neuerungen im Haus. So wurde bereits vor fünf Jahren begonnen, das Mobiliar zu erneuern, Niederflurbetten wurden angeschafft, neue Küchen eingebaut, aber auch als fast letzter Streich der Innenhof neu gestaltet, sodass dieser von den Bewohnern gut genutzt werden kann. Ein großes Anliegen sei, ein offenes Haus zu gestalten, in dem sich alle, auch Gäste wohl fühlten. Fiebach zeichnete auch einige langjährige Mitarbeiter aus und bedankte sich bei den vielen Ehrenamtlichen, die sich dafür einsetzten, den Bewohnern Abwechslung in den Alltag zu bringen. Man lege außerdem Wert auf guten Kontakt mit der Außenwelt und hole sich diese Kontakte nach Möglichkeit ins Haus, beispielsweise das Mehrgenerationenhaus, den benachbarten Kindergarten, die Kirchen oder Vereine, wie den NABU, der auch an diesem Samstag wieder die Versorgung der Bewohner und der Gäste mit Getränken übernommen hatte.

Neben den Grußworten gab es für die Besucher auch einiges anderes zu hören und zu sehen. Die Clowns Trine und Otto sorgten für Unterhaltung, das Akkordeonorchester Fischbachtal für die musikalische Umrahmung. Einen Gardetanz zeigten die Mädchen vom Turnverein, orientalisch wurde es dann mit den Desert Roses, die besonders durch riesige Fächer punkteten. Sehr lebendig wurde es mit zwei jungen Damen der Reinheimer Tanzgruppe Saraab. Sie führten einen Bollywood-Tanz auf, wie er in vielen indischen Filmen gezeigt wird. Außerdem war auch Let’s Glee, der noch junge Jugendchor der Chorgemeinschaft, mit einer Gesangseinlage dabei. Es gab aber auch die Möglichkeit, selbst stimmlich aktiv zu sein, der Gersprenz-Chor – die Bewohner singen regelmäßig gemeinsam – wurde von Josef Braun und Helga Hemming angeleitet. J bea

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