Kerbmallorca-Party in Goldener Mitte

Silberne Kerbborschte geprägt vom Heimatfest

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Silberne Kerbborschte 2014: als feste Gruppe schon zum zehnten Mal in Mallorca.

Groß-Zimmern. „Unsere Kerbbobbe Kätha is selemols vun Paris mim Rad gekumme“, erinnert sich Matthias Stenglein, Kerbvadder des Jahrgangs 1969/70 und damit aktueller Silberner Kerbborscht.

Um die Kerb 1989 mit etwas französischem Blut aufzupeppen, zog es die jungen Männer damals bis nach Ponthierry und in die Stadt der Liebe - eine Tour, die mit dem Kerbverein sowie weiteren Aktiven aus Zimmerner Ortsvereinen bewältigt wurde - im Fahrradsattel.

Für den grün-weißen Jahrgang war die Feier der Kerb Initialzündung einer lebenslangen Freundschaft. Bis heute trifft sich ein rundes Dutzend der ehemaligen 18 Kerbborschte um Kerbmädsche Gaby Kluge alle vier bis sechs Wochen. Einmal im Jahr lassen sie gar ihrem Fernweh freien Lauf und reisen zum Kerbtreffen bis nach Mallorca - und das bereits zum zehnten Mal.

Sicher, sie sind älter geworden, haben Karriere gemacht, Familien gegründet (wenngleich der ein oder andere noch zu haben ist und im silbernen Sacko an Kerb sicherlich eine glänzende Figur macht). Doch die Kerb hält sie nach wie vor im Bann. „Es ist, als wär’s gestern gewesen, wo ist nur die Zeit geblieben?“, philosophiert Kerbvadder Stenglein.

Nie hat der Silberne Jahrgang auch nur einen Kerbumzug versäumt. Diesmal wollen die einst grün-weißen Kerbborschte vom Wagen herab in feinstem Silberzwirn auf das Kerbvolk herabglänzen. Damit alles reibungslos klappt, trifft man sich bereits seit Monaten zu Vorbereitungsworkshops. Letzmalig am Freitag, 22. August, wenn alles hoffentlich unter Dach und Fach ist und mit einer Kerbmallorca-Party ab 19 Uhr in der Goldenen Mitte (Darmstädter Straße 10) in die Kerb hineingefeiert wird. Das Fest hat sie beflügelt, privat wie beruflich. Kerbpfarrer Markus Konrad hat das Verfassen der Trauerrede zur Verbrennung derart inspiriert, dass er tatsächlich Pfarrer wurde.

Kerb mit Festumzug 2013

Kerb mit Festumzug

Er wird zum Auftakt des Heimatfestes 2014 die Kerbpredigt halten. Mundschenk Johnny Conner nahm die Kerb sportlich und ist bis heute passionierter Fußballtrainer beim FSV. Kerbborscht Markus Fischer wurde nach der Tortur mit dem Radl nach Paris begnadeter Triathlet. Zusammengeschweißt hat sie ihr Heimatfest, was bleibt ist der Schlachtruf: „Die Zimmner Kerb sie läwe hoch!“ 

ula

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