Von Ufer zu Ufer führt der Grenzgang

Angler schauen ohne Haken ins Wasser

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Am Gailsloch erklärt Patrick Altenburg Neumitgliedern den Verlauf der Gersprenz.

Groß-Zimmern - Ihren Grenzgang absolvierten die Angler am Sonntagvormittag bei strahlendem Wetter, das regelrecht dazu einlud, sich ins Freie zu begeben. „Der Grenzgang dient zum einen dem geselligen Zusammensein“, erklärte der Vorsitzende Patrick Altenburg.

„Zum anderen soll er den neuen Vereinsmitgliedern aber auch das Angelgebiet, das zu unserem Verein gehört, aufzeigen. “.

Dietrich Felsenhauer (60) ist Neumitglied. Anfang des Jahres ist er in den Verein eingetreten. „Ich habe auch schon früher geangelt, aber meist hatte man da mit Familie und Kindern keine Zeit. Jetzt will ich das als Hobby ausüben.“

Weil Felsenhauer schon seit 25 Jahren in Zimmern wohnt, kennt er die Gersprenz, aber eben noch nicht die Stellen, wo es sinnvoll ist, zu fischen. Seine Angel hat er noch nicht ins Gewässer gehalten, die Saison wird nämlich erst am 1. April eröffnet.

Wolfram Hayder (79) ist seit gut fünf Jahren im Verein. Er kennt die Grenzen gut und ist wegen der Geselligkeit dabei. Früher hat er in Spachbrücken im Verein geangelt, ist dann aber nach Groß-Zimmern gewechselt. „Wenn der Verein marschiert, dann marschiert man mit. Das Vereinsleben muss hoch gehalten werden“, sagt er und lacht. Viel gefangen hat er im letzten Jahr allerdings nicht. „Ich angele eigentlich nur bei Vereinsveranstaltungen, ich habe sonst keine Zeit.“ Ab und zu geht er Forellen angeln, wenn andere Vereine das ausschreiben. Da freut er sich gegebenenfalls über einen Pokal.

Mit Eigenleistung Kosten niedrig halten

Munter marschiert die relativ kleine Gruppe Richtung Dieburg an der Gersprenz entlang, am Gailsloch wird der erste Halt gemacht.

Am Dieburger Eck geht es vorbei, dann am Katzengraben zurück aufs Vereinsgelände. Unterwegs gibt’s noch einen Halt mit einer Stärkung. Altenburg hatte sich angesichts des schönen Frühlingswetters mehr Mitläufer erhofft. „Die Teilnehmer bei solchen Geselligkeitstreffen werden immer weniger“, konstatiert er. „Die Leute wollen am Wochenende was mit der Familie machen. Wir können nicht mehr als es anbieten.“ 161 Mitglieder hat der Verein momentan, davon sind 17 Jugendliche.

Zwischen den Anglerteichen ist zurzeit eine Baustelle. „Wir machen eine Kanalsanierung zwischen kleinem und großem Teich, da lagen noch die maroden Rohre des alten Schwimmbades“, erklärt Altenburg. Damit die Arbeiten durchgeführt werden können, haben die Teiche einen niedrigeren Wasserstand als üblich. Mit viel Eigenleistung versuchen die Angler die Kosten für die Baumaßnahme niedrig zu halten. Sollten die finanziellen und personellen Kapazitäten in diesem Jahr noch reichen, werden eventuell noch die Toiletten saniert.

(bea)

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