Waldwirtschaftsplan 2018 sieht Erlöse in Höhe von rund 29 000 Euro vor

Forst füllt Gemeindekasse

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Der Zimmerner Wald ist eine verlässliche Einnahmequelle für die Gemeindekasse.

Gross-Zimmern - Neben dem Haushaltsentwurf wurde den Gemeindevertretern zum Jahresende auch der Waldwirtschaftsplan 2018 vorgelegt und bei Gegenstimmen der Zimmerner Liste (ZiLi) angenommen. Er sieht einen Überschuss in Höhe von rund 29.000 Euro vor. Von Sabine Müller 

Der Wald dient nicht nur zur Erholung, ist Ziel von Freizeitsportlern und Jagdrevier. Seine Bewirtschaftung ist in guten Jahren eine zusätzliche Einnahmequelle für die Städte und Gemeinden. Über den von Hessen Forst (Forstamt Dieburg) aufgestellten Entwurf des Waldwirtschaftsplans 2018 hatten nun auch die Groß-Zimmerner Lokalpolitiker wieder zu beraten und zu entscheiden.

Die veranschlagten Erträge – in erster Linie aus Holzverkauf – betragen im Wirtschafts- sowie Erholungswald insgesamt 140.381 Euro. Dieser Summe stehen errechnete Aufwendungen von 111.344 Euro gegenüber. Als Betriebsergebnis wird somit ein Überschuss in Höhe von rund 29.000 Euro veranschlagt.

Die Vertreter der Zimmerner Liste (ZiLi) waren jedoch erneut nicht damit einverstanden, dass diese Erlöse dem Gemeindehaushalt zugeführt werden. Wie schon im Vorjahr forderten sie bei diesem Tagesordnungspunkt, dass das Geld der ökologischen Stärkung des Gemeindewalds zugute kommt und sprachen sich für Holz-Rabatte für Zimmerner Bürger aus.

„Der Preis für Brennholz-Einkäufe aus unserem Gemeindewald hat sich in den letzten Jahren nahezu verdoppelt“, begründete die ZiLi ihren Antrag zur Beschlussvorlage. „Ein Argument seitens des Forstes war dabei unter anderem die Anpassung an den steigenden Ölpreis, seitens der Politik eine notwendige Konsolidierung der Haushalte.“ Für eine Senkung der Preise sprächen jetzt jedoch stark gefallene Ölpreise außerdem seien Zuführungen aus dem Forst an den allgemeinen Haushalt nicht länger vonnöten. Die ZiLi beantragte deshalb, den Brennholzpreis für Zimmerner Bürger um 20 Prozent zu ermäßigen, um Privathaushalte spürbar zu entlasten.

Zum zweiten forderte die ZiLi, dass der Überschuss aus dem Gemeindewald diesem selbst wieder zugute kommt.

Für beide Punkte sahen die anderen Fraktionen keine Notwendigkeit. Der vorgelegte Entwurf des Waldwirtschaftsplanes wurde somit bei 25 Ja-Stimmen beschlossen, die drei Vertreter der ZiLi lehnten ab.

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