Groß-Zimmerner plant für Umstadt

Der Groß-Umstädter Bürgermeister Joachim Ruppert erläuterte interessierten Besuchern das Modell für den „Umstädter Bruch“ am Westrand der Hacker-Siedlung. - Foto: sr

GROSS-UMSTADT/GROSS-ZIMMERN - „Sie planen schon lange für uns, und heute gehören sie zu den Preisträgern“, sagte der Groß-Umstädter Bürgermeister Joachim Ruppert in der Stadthalle.

Anlass war die Verkündung der Ergebnisse eines städtebaulichen Wettbewerbs für zwei Umstädter Neubaugebiete. Ein erster und ein zweiter Preis gingen an das Planungsbüro für Städtebau Göringer, Hoffmann, Bauer, in Groß-Zimmern.

Diplom-Ingenieur Uwe Hoffmann ist in Umstadt schon ein guter Bekannter, hat er doch über Jahre die Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans (FNP) unter hoher Bürgerbeteiligung mit unterstützt. Dieses langwierige FNP-Verfahren ist allerdings auch einer der gründe, warum das als attraktiver Wohnort geltenden Groß-Umstadt bisher kaum vom Ansiedlungsboom in Südhessen profitieren konnte und seit Jahren rückläufige Einwohnerzahlen verzeichnen muss. „Wir wissen, dass es eine Nachfrage gibt, wir wissen aber auch, dass der auf dem Immobilienmarkt kaum Angebote gegenüber stehen“, erklärte Ruppert die Lage. Lange blickte man in dieser Hinsicht auf das Groß-Projekt Nordspange, „aber inzwischen wissen wir, dass die noch Zeit braucht“, so der Bürgermeister. Deshalb habe man sich entschlossen, vorab zwei Baugebiete unabhängig von diesem Projekt auszuweisen – „Auf dem Steinborn“ und „Am Umstädter Bruch“. Dabei arbeitet die Stadt mit der Bauland-Entwicklungs-Abteilung des Energie- und Versorgungskonzerns HSE zusammen, der in Absprache mit der Stadt für beide Gebiete einen städtebaulichen Wettbewerb ausgelobt hat.

Zehn Fachbüros haben daran teilgenommen, kürzlich beurteilte eine Jury unter Leitung des Darmstädter Architekten Burkhard Pahl die einzelnen Arbeiten. Gewertet wurde getrennt nach Gebieten. Für den „Groß-Umstädter Bruch“, eine Ackerfläche am Westrand der Hacker-Siedlung mit einer Fläche von 3,8 Hektar, wurde dem Planungsbüro für Städtebau der ersten Preis für ein Konzept mit bis zu 95 Wohneinheiten zugesprochen. Auch am „Steinborn“ konnten die Groß-Zimmerner punkten, wenn auch nicht in ganz vorderster Position. Ihr Entwurf für den „Krankenhausbuckel“ in der Kernstadt mit 110 Wohneinheiten kam gemeinsam mit dem eines anderen Fachbüros auf den zweiten Platz.

Gründe zur Freude waren im Übrigen nicht nur die Ehre und die Aussicht auf weitere Arbeitsaufträge, sondern auch ansehnliche Preise in Heller und Pfennig: 10 000 Euro für den Entwurf „Umstädter Bruch“, 5 500 Euro für den Entwurf „Steinborn“. J sr

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