Generalprobe für den Rundgang mit der Wettbewerbskommission von „Unser Dorf hat Zukunft“

Für den großen Auftritt geübt

Das Banner wird nach der ersten Probe wieder eingerollt. Das Tageslicht wird es erst wieder erblicken, wenn die Wettbewerbskommission am 8. Juni nach Klein-Zimmern kommt. -  Foto: bea

Klein-Zimmern - In Klein-Zimmern steigt die Spannung. Schon seit Monaten bereiten sich zahlreiche Bürger auf den Wettbewerb „Unser Dorf“ vor, und nun geht es in den Endspurt.

Am Dienstag trafen sich rund 40 Bürger, um schon einmal den Rundgang, bei dem der Bewertungskommission der Ort von allen Seiten gezeigt werden soll, zu üben. 90 Minuten haben die Klein-Zimmerner Zeit, um sich von ihrer besten Seite zu zeigen, aber auch auf Probleme, wie die mangelnden Einkaufsmöglichkeiten, hinzuweisen.

Der Proberundgang beginnt selbstverständlich dort, wo es auch am Donnerstag, 8. Juni, mit der Wettbewerbsjury losgeht. Am Geißenplatz haben sich rund 40 Bürger versammelt, Ortsvorsteher Markus Geßner gibt hier in knapp 14 Tagen die ersten Erläuterungen zum Dorf, die bis dahin noch ein Geheimnis bleiben sollen.

Soviel sei verraten, manch Klein-Zimmerner zeigt allein schon durch seine Kleidung, welcher Gruppierung im Ort er angehört. Nicht überraschend sind die beiden Feuerwehrleute Ralph Wiedekind und Detlev Hilse zum Proberundgang in Feuerwehrkluft erschienen. Dies hat auch am Dienstag Vorteile, denn so bremsen sie den Verkehr etwas herunter, während die Gruppe sich auf der Markstraße aufhält. Die Kerbfrauen und Kerbmänner sind im gelben T-Shirt erschienen. Maren Borbonus hingegen hat sich extra schick gemacht. Sie trägt ein grünes Kleid mit Blüten, das schon auf den ersten Blick an eine Blumenwiese erinnert. „Ich gehöre zur Gruppe Grüngestaltung, damit die Kommission uns gleich erkennt, haben wir dieses Outfit an.“ Borbonus ist also Ansprechpartnerin für diesen Aspekt des Dorflebens. „Wir haben einige Blumenbeete neu angelegt und werden dann auch noch erzählen, was wir in der Zukunft noch umsetzen wollen.“ Gut zehn Bürger haben sich um dieses Thema gekümmert. „Ich habe noch nicht so viel Erfahrung mit dem Gartenthema, aber wir haben mit Anette Wresmann eine richtige Expertin dabei.“

Hans Weiß, Andreas Decker und Waldemar Orth gehören zu den Alten Herren der Fußballer der Viktoria. „Wir sind bei der Gruppe Dorfgestaltung und wir gehen heute und beim Finale mit. Wir zeigen uns als interessierte Bürger, die Beiläufer. Eine gewisse Menge soll ja mitgehen, um das Dorf zu repräsentieren.“ Die relevanten Vereine im Dorf sind beim Rundgang dabei, dazu gehören zu den bereits genannten auch der Katholische Kirchenmusikverein, der Kultur- und Kerbverein, der Gesangverein und einzelne Bürger.

Elisabeth Beskrowny ist auch im Kostüm gekommen. „Ich bin in Zukunft die neue Vorleserin in der Geißbergschule. Die Kinder der Grundschule werden singen und deshalb habe ich mich passend kostümiert.“ Angelika Klindt, Rektorin der Grundschule, erklärt das Projekt. In Zukunft soll immer mal wieder nachmittags die Bibliothek der Schule für einen Lesenachmittag geöffnet werden. Beskrowny wird beim offiziellen Rundgang nicht lesen, das Kostüm trägt sie aber auch am 8. Juni, „damit die Kommission sehen kann, wie das vonstattengehen soll“.

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Marcella Lüdicke vom Landkreis ist am Dienstag auch zugegen. „Ich bin für Dorf- und Regionalentwicklung zuständig und begleite die Klein-Zimmerner ein bisschen bei der Vorbereitung für den Wettbewerb.“ Klein-Zimmern muss sich im Landkreis mit Spachbrücken, Neutsch und Malchen, Ortsteil von Seeheim-Jugenheim, messen. Für Lüdicke ist wichtig, dass sich das Dorf authentisch darstellt. „Ich gebe nur Tipps.“

Joachim Köbel wird am Donnerstag, wenn die Wettbewerbskommission zu Gast ist, einiges zu den Bauten erzählen. „Ich habe mir Stichpunkte aufgeschrieben, die wir mit unserer Gruppe erarbeitet haben. Ich bin eine Klein-Zimmerner Hausgeburt, die sich hier gut auskennt.“ Köbel sind von der Gruppe genau die Minuten an Redebeitrag zugewiesen worden, die er an jedem Objekt sprechen darf. „Das habe ich zu Hause eingeübt, damit ich im Zeitrahmen bleibe, aber ich kenne mich sonst so gut aus, dass ich nicht viel Übung brauche.“ Nach dem Proberundgang gibt es noch eine Manöverkritik, das eine oder andere muss noch verändert werden, aber im Generellen sind Macher und Beiläufer zufrieden, die Kommission kann kommen. Während alle üben, ist Brigitte Kahlert am Parkplatz geblieben. Sie streicht eine angrenzende Mauer, damit sie pünktlich für den so wichtigen Rundgang einen schöneren Guck hat. -  bea

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